Der Nachbar strahlt: Gerade hat er sich einen neuen Kompakt-SUV gekauft. Voll im Trend, praktisch – und kinderfreundlich, schliesslich wurde der SUV vom Händler als lupenreines Familienauto für fünf Leute angepriesen. Doch vor dem ersten Ausflug in die Badi zur Feier des neuen SUV der Schock: Die drei Kindersitze, im Fond des alten Familienvans locker nebeneinander montiert, passen im neuen SUV nicht rein – zu wenig Platz!

Nur einer bietet Platz für drei Kindersitze

Diese Situation ist kein Einzelfall. Das beweist ein aktueller Test des TCS. Dabei wurden 18 in der Schweiz populäre Automodelle unter 40'000 Franken darauf untersucht, wie viele Kindersitze hinten nebeneinander montiert werden können. Das Ergebnis: Bei den geprüften Fahrzeugen, vom Kompaktwagen über Kombis bis hin zu Kompakt-SUV, können lediglich im Van Ford Galaxy drei grosse Kindersitze im Fond untergebracht werden. Als einziger erhält der Ford die Testnote «hervorragend». Der Galaxy bietet auch als einziger im Test Isofix-Verankerungen hinten in der Mitte.

Drei Modelle sind «nicht geeignet»

Weitere 14 getestete Modelle erhalten die Bewertung «mit Einschränkungen»: Auf deren Mittelplatz passt zwischen zwei Kindersitze nur noch eine Sitzerhöhung ohne Lehne. Und «nicht geeignet» lautet das Urteil zu Fond-Mittelplätzen bei Dacia Duster , Mitsubishi Eclipse Cross und Opel Crossland X .

Der Kindersitz auf dem Beifahrersitz

Auf dem Beifahrersitz sollte ein Kind nur mitreisen, wenn alle Sitze im Fond belegt sind. Aber dann bitte auf einem rückwärts gerichteten Kindersitz. Achtung: Dann zwingend den Beifahrer-Airbag deaktivieren, weil sonst im Falle eines Crashs schwere Verletzungen drohen. Bei einigen Modellen muss der Airbag erst manuell deaktiviert werden, weshalb diese für den Beifahrer-Kindersitz die Bewertung «mit Einschränkungen» erhalten.

Alle Testergebnisse gibts unter www.tcs.ch . Am besten schneidet in der Gesamtwertung der Ford Galaxy ab und am schlechtesten punkten die beiden SUV Dacia Duster und Mazda CX-5 .