Warum wird heute die speicherbare Energiemenge bei Elektroautos in Kilowattstunden (kWh) und nicht wie bei den Starterbatterien in Ampèrestunden (Ah) angegeben?
Daniel Moser, Bern

Die auf Starterbatterien angegebene Anzahl Ampèrestunden (Ah) steht für die Kapazität. Diese sagt aber nichts über die speicherbare Energiemenge aus, wenn man nicht auch die Spannung (V) kennt. Bei einer Auto-Starterbatterie ist der Fall klar: etwa 12 Volt. Bei einer Kapazität von beispielsweise 70 Ah enthält eine Starterbatterie also eine Energiemenge von etwa 12 x 70 = 840 Wh oder 0,84 kWh.

Vergleichbar und verbreitet

Für Energiemengen ist Kilowattstunde (kWh) heute ein weitverbreitetes Mass, das viele Vergleiche einfacher macht. Zum Beispiel: Ein Liter Benzin enthält eine Energiemenge von rund 9 kWh. Wenn ein Auto nun 6,0 l/100 km verbraucht, entspricht dies einer Energiemenge von 54 kWh pro 100 km. Im Vergleich zum Elektroauto, bei dem der Verbrauch je nach Grösse, Leistung und Gewicht mit etwa 20 kWh deklariert wird, also viel mehr.

Solche Vergleiche und Berechnungen wären mit Angaben in Ampèrestunden schwieriger. Denn zu berücksichtigen wären immer auch noch die je nach Marke und Modell unterschiedlichen Spannungen der Fahrzeugantriebe und Ladestationen.