Haben Sie auch so eine lange Liste mit schönen Dingen, die Sie unbedingt einmal haben oder erleben wollen? Dann ist jetzt Ihr Moment gekommen – zumindest, wenn Sie daran glauben, dass man pro Sternschnuppe, die man sieht, einen Wunsch frei hat.

Denn der Meteoriten-Strom der sogenannten Perseiden wird am Wochenende als Schauer von Sternschnuppen über den Nachthimmel ziehen. Laut dem hauseigenen Blog der US-Raumfahrtsbehörde «NASA» werden Beobachter teils 60 bis 70 Stück sehen können. Pro Stunde!

Perseiden teils am 12. August zu sehen

Schon in der Nacht von Samstag auf Sonntag wird man einige erkennen können. Am besten wird es in der Nacht auf Montag zwischen 23 Uhr und 4 Uhr.

So sehen die Perseiden am Himmel aus.  (Infografik)

Dieses Jahr sind die Bedingungen schon mal gar nicht schlecht. Denn wir haben Leermond. Das bedeutet, dass kein Mondlicht die feurige Perseiden-Show überstrahlen wird. Diese machen wir uns allerdings selbst kaputt.

Lichtverschmutzung und Wolkenfront

Denn Strassenlaternen, Schaufensterbeleuchtungen, brennende Schlafzimmerlampen und Auto-Scheinwerfer sorgen dafür, dass sich um Städte in der Nacht eine Glocke aus künstlichem Licht bildet. Diese ist so hell, dass man den Sternenhimmel meist nur schlecht erkennen kann.

Deshalb empfiehlt es sich als «Perseiden-Jäger», diese sogenannte Lichtverschmutzung zu meiden und am besten dunkle Plätze aufzusuchen. Der BLICK hat analysiert, welche Orte in der Schweiz nachts am wenigsten durch künstliches Licht erhellt werden.

Hier sieht man die Perseiden am besten.  (Infografik)

Neben schwer zugänglichen Berggipfeln und Schluchten gehören dazu etwa Schuders GR im Prättigau, das Dörfchen Oucourt JU und Fankhaus BE im Emmental.

Doch die Rechnung «keine Lichtverschmutzung + dunkle Nacht = tolle Sicht auf die Perseiden» enthält noch eine andere Variable: das Wetter. Zwar ist es wohl «in der Nacht von Sonntag auf Montag in weiten Teilen der Schweiz wolkenlos», wie Meteorologe Thomas Jordi von «Meteoschweiz» auf Anfrage von BLICK erklärt. Doch auf Montag nähere sich noch eine Front. «Sollte sie etwas früher kommen, so gäbe es besonders gegen Westen hin Einschränkungen.»

Top-Bedingungen im Toggenburg

Jenen, die sicher freie Sicht auf die Sternschnuppen haben wollen, rät Meteorologe Jordi daher zur Nordostschweiz. Dort befinden sich gemäss BLICK-Analyse der Lichtverschmutzung zwei besonders dunkle und damit gut geeignete Orte: Libingen SG im Toggenburg und Truttikon im nördlichen Zipfel des Kantons Zürich.

So entstehen die Perseiden.  (Infografik)

Die Perseiden heissen übrigens so, weil sie aus dem Sternbild des Perseus zu schiessen scheinen. Man könnte aber auch meinen, dass die Perseiden ihren Namen tragen, weil sie «per se» – also an sich – nichts Besonderes sind. Schliesslich fliegen sie jeden Sommer über unsere Köpfe hinweg.

Denn jedes Jahr kreuzt die Erde den Schweif des Kometen Swift-Tuttle. Die Bröckchen und Staubteilchen seines Schweifs verglühen dann und zaubern Streifen auf unseren Nachthimmel.