Die französischen Könige, alles Feinschmecker, haben das Früchtchen geschätzt. König René von Anjou (1409–1480) soll einer der ersten Fans gewesen sein. In Frankreich kultiviert man die Mirabelle in grossem Stil seit 600 Jahren, den Löwenanteil davon in Lothringen, auch als Basis für einen süss-milden Obstbrand. Die goldgelben Früchte wiegen pro Stück nur etwa zehn Gramm. Je nach Sorte kann das Fleisch auch grüngelb sein. Die Mirabelle ist die kleinste Pflaumenart, schmeckt aber doppelt so süss mit einem säuerlichen Unterton.

Mirabellen wachsen bis Mitte September auch in der Schweiz – allerdings werden sie kaum angebaut. Die Hauptmenge kommt aus Frankreich. Sie eignet sich für Kompott, Konfitüren, Tortenbeläge, für Wähen oder als Dörrobst. Im Obstsalat oder roh gegessen schmecken sie natürlich auch.

Mirabelle: Vitaminen und Nährwerte

100 g
Kalorien 67 kcal
Wasser 82 g
Kohlenhydrate 14 g
Ballaststoffe 1 g
Vitamin A Beta-Carotin 210 µg
Vitamin B3 600 µg
Vitamin C 7.000 µg
Kalium 230 mg
Magnesium 15 mg
Phosphor 33 mg

So gesund sind Mirabellen

Mirabellen enthalten viel Betacarotin (die Vorstufe für Vitamin A), Vitamin C sowie verschiedene B-Vitamine. Ihr hoher Kaliumgehalt wirkt im Körper entwässernd und soll den Blutdruck senken. Da sie wenig Säure enthalten, sind sie auch für Menschen, die Steinobst schlecht vertragen, gut verdaulich. Pro 100 Gramm enthalten Mirabellen 67 Kalorien, für Obst relativ viel. Im Gegensatz zu den Zwetschgen enthalten sie mehr Fruchtzucker.

Worauf muss man beim Kauf achten?

Beim Kauf muss man darauf achten, dass die Schale schön prall ist und keine Flecken oder sonstige Schäden zeigt, und die Frucht darf keinesfalls schon weich oder matschig sein. Die Farbe variiert von grünlich bis goldgelb. Mirabellen sind sehr empfindlich und im Kühlschrank nach spätestens drei Tagen hinüber. Einfrieren geht problemlos: Waschen, mit oder ohne Stein in Beutel füllen, gut verschliessen und innerhalb eines Jahres verbrauchen.

Vor dem Essen reicht waschen und abtropfen lassen. Vor dem Kochen oder Backen sollten die Steine entfernt werden, das geht bei Mirabellen allerdings leicht.

Die bekannteste Sorte ist die Mirabelle von Nancy. Ursprünglich aus Asien stammend, fand sie im 15. Jahrhundert den Weg nach Frankreich.