Forscher des Rush University Medical Center in Chicago haben ein Kühlgerät entwickelt, das nach ihren Angaben chronischen Schnupfen lindern kann. Bei der Therapie wird der hintere Bereich der Nase extrem gekühlt, indem ein kleines Kühlpad, das am Ende eines dünnen Stabs angebracht ist, durch das Nasenloch eingebracht und auf eine spezielle Stelle in der Nasenhöhle platziert wird, erklären Forscher um Dr. Pete Batra von der Rush University.

Die Kälte blockiert Teile des Nervensystems

Die frostige Temperatur unterbreche fehlerhafte Nervensignale, indem sie neuronale Signalwege zwischen Teilen des Nervensystems blockiert, die Schnupfen auslösen. Das verhindere die Entstehung einer laufenden oder verstopften Nase. Nachdem die Nase an der betreffenden Stelle für zehn bis 15 Minuten betäubt worden sei, werde der Patient 30 Sekunden auf jeder Nasenseite behandelt, beschreiben die Forscher die Prozedur.

Dauerhaften Verbesserung beim chronischen Schnupfen

Die häufigste Nebenwirkung seien eine zeitlich begrenzte stärke verstopfte Nase und vorübergehende Schmerzen oder Missempfindungen. Dies klinge aber in der Regel nach ein bis zwei Tagen ab. Viele Patienten hätten die Schmerzen zudem als gering einstuft. 4 von 5 Patienten hätten nach der Kältebehandlung von einer dauerhaften Verbesserung der Symptome berichtet, so die Forscher. Sie hoffen, dass die Kryotherapie für Patienten mit Symptomen einer chronischen Entzündung von Nase und Nebenhöhlen eine Alternative zu Nasensprays, Tropfen oder Tabletten darstellt, die derzeit bei der Behandlung von Einsatz kommen. (aponet)