Jahr der Jubiläen

In Tschechien gibt es dieses Jahr gleich vier Jubiläen zu feiern: den 100. Jahrestag der Entstehung der Tschechoslowakischen Republik, den 50. Jahrestag des Prager Frühlings (1968), das 80-jährige Münchner Abkommen (1938) sowie das Februardebakel der Demokratie von 1948. In Prag finden deshalb das ganze Jahr hindurch diverse Ausstellungen, Konzerte und Vorführungen statt. Höhepunkte sind die Militärparade, die am 28. Oktober auf der Evropská Strasse über die Bühne geht, sowie die Wiedereröffnung des Nationalmuseums. Vom 27. September bis zum 20. Juni 2019 wird dort die Ausstellung «Made in Czechoslovakia oder Die Industrie, die die Welt eroberte» gezeigt. www.prague.eu

Das Sexmaschinen-Museum

Dieses Museum ist mit Sicherheit etwas ungewöhnlich und gleichzeitig einmalig: Mittelalterliche Dildos, Keuschheitsgürtel und Stimulationsgeräte – rund 300 Geräte werden hier ausgestellt, die teils aus dem 16. Jahrhundert stammen. Das Sexmaschinen-Museum befindet sich in der Prager Altstadt unweit der Kafka-Statue. Es ist täglich von 10 bis 23 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist ab 18 Jahren.

Älteste Synagoge Europas

Sie gehört zu den ältesten, frühgotischen Gebäuden von Prag und ist gleichzeitig die älteste Synagoge Europas: Die «Altneusynagoge» aus dem Ende des 13. Jahrhunderts ist seit 1995 ein Nationalkulturdenkmal und ist bis heute das religiöse Zentrum der jüdischen Prager Gemeinde. Was den Namen betrifft, so gibt es viele Mythen und Erklärungen. Sicher ist: Eine Kopfbedeckung ist obligatorisch!

Café Louvre

Hier weht ein Wind aus vergangenen Zeiten, als Intellektuelle beim Kaffee über Gott und die Welt diskutierten. Das Caféhaus, das 1902 erstmals Gäste empfing, musste allerdings im zweiten Weltkrieg schliessen. 1992 eröffnete das «Louvre» im Jugendstil erneut seine Tore. Besucher gelangen über ein marmorverkleidetes Treppenhaus in die Räumlichkeiten, die zu den schönsten in Prag gehören. www.cafelouvre.cz

Die Eiffelturm-Kopie

Dieser 63,5 Meter grosse Turm auf dem Berg Petřín erinnert nicht nur an den Eifelturm in Paris: Er wurde 1891 als Kopie im Verhältnis 1:5 errichtet. Und zwar anlässlich der Pariser Weltausstellung, nachdem Mitglieder des Klubs tschechischer Touristen total vom Original hingerissen waren. Die Aussicht ist atemberaubend. Von hier aus kann man nicht nur die Stadt überblicken, sondern bei gutem Wetter beinah ganz Böhmen.

Auf den Spuren Kafkas

Wer sich für das Leben und die Werke des bedeutenden Schriftstellers Franz Kafka interessiert, hat diverse Möglichkeiten: Nahe der St. Niklaskirche befindet sich sein Geburtshaus, welches über eine kleine Ausstellung verfügt. Während inmitten des alten jüdischen Viertels eine surreale, kopflose Hommage an den Autor steht, liegen seine sämtlichen Erstauflagen im Kafka-Museum auf. Begraben ist er neben seinen Eltern auf dem neuen jüdischen Friedhof. www.kafkamuseum.cz

Altböhmische Küche

Eingelegter Hermelin (Weichkäse), Topinky (gebratenes, dunkles Brot), altböhmische Zwiebelsuppe oder «Mährischer Spatz»: im Restaurant U Parlamentu in der Nähe der Karlsbrücke gibt es eine traditionelle, einfache Küche vom Feinsten. Exklusiver ist das Kleinseitner Restaurant Zum blauen Entlein, das vor allem aufgrund seines speziellen Interieurs beliebt ist. Das «Zu den Herzögen» lockt mit seiner altböhmischen Bierstube.

Die Insel Kampa

Sie soll die zweitschönste Stadtinsel der Welt sein: Die Insel Kampa liegt zwischen dem Hauptflussbett der Moldau und dem Teufelsbach, ihrem Flussarm. Der Insel-Park ist perfekt für ein romantisches Picknick oder für eine Pause zwischendurch. Die Mühle aus dem Jahre 1400 bringt einen ganz besonderen Charm mit sich, genauso wie die Kunstinstallationen in der Nähe des Museums für Moderne Kunst Kampa. Den Zugang zur Insel finden Sie am Ende der Karlsbrücke.

Die älteste Brauerei

Bier ist in Prag billiger als Wasser. Das heisst jedoch nicht, dass es schlecht ist. Im Gegenteil: Bier hat in ganz Tschechien einen hohen Stellenwert. Und Brauereien gibt es in Prag wie Sand am Meer. Die Älteste Tschechiens heisst «Břevnover». Dass es diese bereits im 13. Jahrhundert gab, wird in einem Schreiben des gleichnamigen Klosters erwähnt. In der Klosterschenke können Sie frischgezapftes «Břevnover Benedict» trinken. Ein wahrer Genuss für den Gaumen und das Auge. www.brevnov.cz