Wenn der Italo-Star und Cantautore Zucchero (62) in einem antiken Amphitheater trällert, Restaurants mit Blick aufs Wasser grandiose Weine ausschenken und duftende Pizzen auftischen, wenn sich durch enge Steingässchen die Hitze drängt und «Ciao»-Rufe hallen, dann ist man nicht etwa an der italienischen Riviera, sondern im deutlich günstigeren Mazedonien: in Ohrid, am gleichnamigen See.

Dass sich hier, drei Busstunden von der Hauptstadt Skopje entfernt (ein Busticket kostet rund 1750 Denare hin und zurück, was etwa 30 Franken entspricht), selbst die Mazedonier ihre Sommerfrische holen, verwundert nicht.

Die Vielseitigkeit von Ohrid

Die Altstadt von Ohrid strotzt vor schönen, steinernen orthodoxen Kirchen. Der Volksmund scherzt, man habe eine für jeden Tag im Jahr. 25 Autominuten weiter liegt der Galicica-Nationalpark, dessen Berge sich bis nach Albanien ziehen. Ein beliebtes Ziel für Mountainbiker sowie Wanderer und zugleich Startpunkt für Paraglider (Tandemflug gibt es für etwa 55 Franken).

Eine einfache Fahrt per Roller oder Auto über die mäandernden Hügelstrassen zahlt sich aus.   (zvg)
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Die meisten Mazedonier sind christlich-orthodox, die albanischsprachige Minderheit dagegen meist muslimisch.   (zvg)
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Beim Kloster Sveti Naum entspringt aus mehreren Quellen ein dschungelhaftes Delta, das in den Ohrid-See plätschert.   (zvg)
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Das Kloster Sveti Naum liegt am Südufer des Ohridsees und ist Magnet für Pilger und Touristen.    (zvg)
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Der Galicica-Nationalpark ist ein Ziel für Mountainbiker sowie Wanderer und zugleich Startpunkt für Paraglider.   (zvg)
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Blick vom Galicica-Nationalpark auf den Ohrid-See.   (zvg)
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In der Altstadt von Ohrid gibt es unzählige schöne, steinerne, orthodoxe Kirchen.   (zvg)
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Die Festung oberhalb von Ohrid gibt einen wunderbaren Blick über den See und ins Hinterland Mazedoniens frei.   (Zvg)
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Ausblick von der Festung auf die Stadt Ohrid.   (zvg)
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Sonne, Weisswein … Die leicht vom See zurückversetzten Restaurants in Ohrid haben zwar keinen Seeblick, aber dafür faire Preise.   (Zvg)
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Eines der vielen klassischen Stadthäuser in Ohrid.   (zvg)
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Die Kirche des heiligen Jovan Kaneo ist auf Instagram zum Symbolbild des Sees avanciert.    (zvg)
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Sind wir plötzlich in Italien? Die Altstadt Ohrids hat Italo-Flair – nicht nur wegen duftender Pizzen, die dort serviert werden.   (zvg)
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Durch verschlungene Gassen gelangt man an den See. Ein Steg führt weiter zu Restaurants, welche die bekannte Ohrid-Forelle anbieten.   (zvg)
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Das Stadtzentrum von Skopje wurde in den letzten Jahren mit Statuen und monumentalen Bauten aufwendig aufgehübscht.    (Zvg)
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Monumental und oft unterschätzt: Skopje hat neben einem griechisch anmutenden Zentrum einen osmanischen Teil, viele Tavernen und immer mehr Hipster-Bars.   (zvg)
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An die Hänge am See schmiegen sich kleine Dörfchen, in denen Tavernen die berühmte Ohrid-Forelle servieren und sich helle Kiesstrände ins klare Wasser schieben. Ein Ausflug ins Kloster des heiligen Naum am Südufer lohnt sich – wegen alter Malereien und Quellen, aus denen ein verwunschenes, dschungelhaftes Flussdelta entspringt.

Auf den Spuren des osmanischen Erbes

Bei einem Besuch Mazedoniens darf natürlich Skopje, die wohl meist unterschätzte Hauptstadt des Balkans, auf keinen Fall fehlen. Auf dem Basar spürt man dank Wasserpfeife und türkischem Tee das osmanische Erbe.

Im Zentrum bestaunen Touristen Mutter Teresas (†87) Geburtshaus und das kolossale Staatsgebäude. Oder aber man gönnt sich in einer Hipster-Bar ein frisches Craft-Beer.