Nicht nur die Fluggesellschaft Swiss äusserte Kritik für Trumps Dekret, Muslime an der Einreise zu hindern. Besonders gross ist auch die Empörung in muslimischen Ländern. Der iranische Präsident Hassan Ruhani kritisierte: «Wir sind in der Zeit der Globalisierung, die alle Völker zu Nachbarn gemacht hat.»

Iraner haben eine lange Einwanderungs-Geschichte mit den USA: 1979 wanderten Millionen Iraner nach der islamischen Revolution ein, viele davon nach Kalifornien. Zwar war es schon damals bürokratisch, als Iraner in die USA einzuwandern. Mit Trump steigt jedoch die Angst bei den mehrheitlich muslimischen Iranern, ihre Verwandte im Heimatland gar nicht mehr besuchen zu dürfen.

«Wenden Sie sich an den Präsidenten»

Muslime, die heute bereits vom Einreise-Dekret erfahren haben, berichteten von Beamten, die den Einwanderern gesagt haben: «Wenden Sie sich an den Präsidenten.»

Dies wollen nun mehrere US-Bürgerrechtsgruppen tun. Sie haben Klage gegen Trump erhoben. Die Klageschrift der mächtigen US-Bürgerrechtsorganisation ACLU sowie weiterer Gruppen richtet sich gegen den US-Präsidenten selbst, aber auch gegen das Heimatschutzministerium. (pma)