Kims Abschiedsgeschenk nach Korea-Gipfel Nordkoreas Diktator schenkt Südkorea zwei Tonnen Pilze

23:34 | 28.08.2017

Was macht Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un? Wir halten Sie im Ticker auf dem Laufenden.

Korea-Ticker

USA sanktionieren nordkoreanische Tech-Firmen in China und Russland

Die USA kündigten am Donnerstag neue Sanktionen gegen zwei von Nordkorea kontrollierte IT-Unternehmen in Russland und China an, schreibt «CNN».
Das russische Unternehmen Volasys Silver Star, die chinesische Firma Yanbian Silver Star und ihr CEO Jong Song Hwa werden beschuldigt, gegen US-Sanktionen verstossen zu haben. «Diese Aktionen sollen den Fluss illegaler Einnahmen nach Nordkorea stoppen. Diese stammen von Arbeitern im Ausland, die ihre wahre Identität verbergen und sich hinter Frontfirmen, Decknamen und Drittstaatsangehörigen verstecken», sagte Finanzminister Steven Mnuchin in einer Erklärung.
Er rief die IT-Industrie, Unternehmen und Einzelpersonen auf der ganzen Welt dazu auf, «Vorkehrungen zu treffen, um sicherzustellen, dass sie nicht unwissentlich nordkoreanische Arbeiter für Technologieprojekte beschäftigen, indem sie Geschäfte mit Unternehmen wie den heute genannten tätigen».
Die USA wollen mit den Sanktionen den Druck auf Pjöngjang erhöhen, um ihre Atom- und Raketenprogramme zu beenden. «Die Vereinigten Staaten werden weiterhin Sanktionen vollständig durchsetzen und umsetzen, bis wir die endgültige, vollständig verifizierte Entnuklearisierung Nordkoreas erreicht haben», sagte Mnuchin.
 
 
 

Südkoreas Präsident Jae reist zu Kim

Süd- und Nordkorea wollen in diesem Monat ihr drittes Gipfeltreffen in diesem Jahr abhalten. Südkoreas Präsident Moon Jae In wird zu Gesprächen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un am 18. September für drei Tage nach Pjöngjang reisen. Mehr zum bevorstehenden Treffen lesen Sie hier.

Pompeo trifft Kim

US-Aussenminister Mike Pompeo wird am Donnerstag nach Nordkorea reisen und sich mit Kim Jong Un treffen. Das teilte die Sprecherin des Weissen Hauses, Sarah Sanders, am Montag mit. Um was es beim Treffen genau gehen wird, ist unklar.
US-Präsident Donald Trump hatte sich am 12. Juni in Singapur zu einem historischen Gipfel mit Kim getroffen. Trump erklärte die nukleare Bedrohung durch Nordkorea anschliessend für beendet.
Fakt ist, dass bei dem Treffen keine atomare Abrüstung vereinbart wurde. Ein von Trump und Kim unterzeichnetes Papier bleibt als Absichtserklärung inhaltlich weit hinter früheren Vereinbarungen der USA mit Nordkorea und anderen Ländern zurück.
Der Sender NBC berichtete am Wochenende, US-Geheimdienste hätten Zweifel, ob Nordkorea tatsächlich nuklear abrüste. Nordkorea habe zwar in den vergangenen Monaten ein Testgelände für Atomsprengköpfe zerstört, die nukleare Anreicherung gehe aber heimlich weiter, zum Teil an geheimgehaltenen Orten.
Die Urananreicherung diene militärischen Zwecken, hiess es in dem Bericht weiter. NBC berief sich auf fünf Personen, die mit den Geheimdienstinformationen vertraut sind.
Sanders wollte die Geheimdiensterkenntnisse am Montag weder bestätigen noch dementieren. Man mache weiterhin Fortschritte bei dem Thema. (SDA)

Nordkorea bis 2020 abgerüstet

Nach dem historischen Gipfel zwischen US-Präsident Donald Trump und Pjöngjangs Machthaber Kim Jong Un rechnet Washington mit einer «umfangreichen Abrüstung» Nordkoreas bis zum Jahr 2020.

Die Denuklearisierung werde «ganz bestimmt» bis zum Ende des Mandats von Trump erfolgen, sagte US-Verteidigungsminister Mike Pompeo am Mittwoch in Seoul. «Wir sind hoffnungsvoll, dass wir dies in zweieinhalb Jahren schaffen können.»

Kim hatte beim Gipfel am Dienstag in Singapur in die komplette atomare Abrüstung seines Landes eingewilligt. Nähere Definitionen, ein Zeitplan oder Kontrollmassnahmen wurden dabei zunächst nicht genannt. Die amtliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA meldete am Mittwoch, Kim mache die Denuklearisierung vom Ende der Feindschaft mit den USA abhängig.

Die USA hoffen, Nordkorea langfristig zur atomaren Abrüstung bewegen zu können. Davon macht Washington auch die Lockerung der Sanktionen gegen das abgeschottete Land abhängig. Pjöngjang hatte mit seinem Atom- und Raketenprogramm jahrelang weltweite Besorgnis hervorgerufen. (SDA)
 




Trump dankt Kim auf Twitter für «wagemutigen Schritt»

Nach dem historischen Gipfel in Singapur hat US-Präsident Donald Trump dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un für dessen «wagemutigen ersten Schritt zu einer neuen hellen Zukunft» für sein Volk gedankt. «Unser beispielloses Treffen — das erste zwischen einem amerikanischen Präsidenten und einem Führer Nordkoreas — beweist, dass echte Änderungen möglich sind», twitterte Trump in der Nacht zum Mittwoch.
«Danke, Vorsitzender Kim, unser Tag zusammen war historisch», fügte Trump in einem zweiten Tweet hinzu. «Die Welt hat einen grossen Schritt zurück vor einer nuklearen Katastrophe gemacht. Keine Raketenstarts mehr, keine Nukleartests oder -Forschung mehr!»
«Es gibt keine Grenzen dessen, was NoKo (Nordkorea) erreichen kann, wenn es seine Atomwaffen aufgibt und stattdessen Handel und Zusammenarbeit mit der Welt aufgreift», schrieb Trump. Kim habe die Chance, als der Mann in Erinnerung zu bleiben, der «eine herrliche neue Ära» von Sicherheit und Wohlstand für sein Volk eingeleitet habe.

Kim will Trump nach Pjöngjang einladen

Trump will Kim «zu einem angemessenen Zeitpunkt» im Weissen Haus empfangen. Das sagte der US-Präsident am Dienstag in Singapur. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat diese vage Einladung von Trump bereits angenommen. Das berichtete die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA. Kim will Trump sogar — ebenfalls «zu gegebener Zeit» — nach Pjöngjang einladen.

Friedensgipfel in Singapur zum Nachlesen

 

Trump und Kim treffen sich in Luxushotel auf Sentosa

Der für Dienstag kommender Woche geplante Gipfel zwischen US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un findet auf der zum Stadtstaat Singapur gehörenden Freizeitinsel Sentosa statt.

Das historische Treffen wird in dem auf der Insel gelegenen Hotel "Capella" abgehalten, wie Trumps Sprecherin Sarah Sanders am Dienstag in Washington mitteilte.

Das Luxushotel wurde von US-Diplomaten als Gipfelort ausgesucht, wie die Nachrichtenagentur AFP aus Insiderkreisen erfuhr. Das Hotel liegt relativ weit entfernt von den dichtbevölkerten Wohngebieten Singapurs und lässt sich deshalb gut absichern. Die Insel ist zudem nur durch eine einzige Brücke mit dem Festland verbunden, die sich leicht für den Autoverkehr sperren lässt.

Die Gegend um das "Capella"-Hotel wiesen die Behörden von Singapur für die Tage rund um den Gipfel bereits als Sicherheitszone aus. Privatpersonen dürfen dann keine Waffen, Megaphone oder Transparente dorthin mitbringen, wie die örtliche Regierung auf ihrer Website mitteilte. 

Auch Drohnen sind dort verboten. Der Polizei ist die Durchsuchung von allen Menschen erlaubt, die in diesen Tagen in diese Zone hinein wollen.

Bei dem Treffen zwischen Trump und Kim soll es um das nordkoreanische Atomprogramm gehen. Der Gipfel gilt als historisch, weil noch nie ein amtierender US-Präsident mit einem amtierenden Machthaber des weitgehend isolierten Landes zusammengetroffen ist.

Das "Capella"-Hotel mit seinen 112 Zimmern und Gästevillen ist in restaurierten Kolonialgebäuden untergebracht, darunter einem früheren Offizierskasino der britischen Armee. Entworfen wurde das Hotel vom britischen Stararchitekten Norman Foster. Zu den berühmtesten Gästen des Hotels gehörten die Popstars Lady Gaga und Madonna.

Sentosa Island ist ein beliebter Ausflugsort für die Bewohner des dichtbewohnten Singapur und eine der grössten Touristenattraktionen des Kleinstaates. Auf der Insel gibt es künstlich angelegte Strände mit Palmen, Kasinos und einige der besten Golfanlagen Asiens. (SDA)

Trump und Kim Jong Un treffen sich am 12. Juni

Der Gipfel zwischen Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un wird nach Angaben des US-Präsidenten nun doch am 12. Juni stattfinden. Das sagte Trump am Freitag in Washington nach einem Treffen mit dem nordkoreanischen Unterhändler Kim Yong Chol.
 
«Ich denke wir werden ein Verhältnis aufbauen und das wird am 12. Juni beginnen», sagte Trump. Er glaube, dass sich Kim Jong Un der Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel verpflichtet fühle.

Der US-Präsident dämpfte aber zugleich die Erwartungen. Er betonte, dass der Gipfel der Beginn eines Prozesses sei und man möglicherweise mehrere Treffen abhalten werde, um das Ziel der atomaren Abrüstung zu erreichen.

Ein Hin und Her

Trump und Kim hatten die Welt über Tage mit ihrem wechselhaften Kurs in Atem gehalten. In der vergangenen Woche sagte der US-Präsident das in Singapur geplante Treffen ab. Das Weisse Haus gab Nordkorea die Schuld dafür und warf Pjöngjang vor, sich nicht auf eine komplette atomare Abrüstung einlassen zu wollen. Nur wenige Stunden später sagte Trump jedoch, er halte ein Treffen mit Kim weiterhin für möglich.

Die Woche über verhandelten beide Seiten an verschiedenen Orten weiter. Der Durchbruch kam nun, nachdem Kim Jong Un seine "Rechte Hand" in die USA geschickt hatte: den Parteifunktionär und ehemaligen Geheimdienstchef Kim Yong Chol.

Der Unterhändler überbrachte dem US-Präsidenten einen Brief von Kim. Laut einem Bericht des «Wall Street Journals» soll Kim darin sein Interesse an einem Gipfel zum Ausdruck gebracht haben.



Von Fortschritten überzeugt

Vor Journalisten zeigte sich der US-Präsident überzeugt davon, dass das Treffen mit Kim Jong Un Fortschritte bringen könne. Er sagte aber, dass er nicht davon ausgehe, am 12. Juni ein Abkommen mit Nordkorea zu schliessen. Mit Kim Yong Chol habe er am Freitag darüber gesprochen, den Koreakrieg formal für beendet zu erklären. Nach dem 1953 militärisch beendeten Krieg hat es nie einen Friedensvertrag gegeben.

Trump sagte, seine Regierung werde keine neuen Sanktionen gegen Nordkorea verhängen, so lange die Gespräche nicht zusammenbrächen. Die Frage, ob er mit dem nordkoreanischen Unterhändler am Freitag die verheerende Menschenrechtslage in dem abgeschotteten Land angesprochen habe, verneinte Trump. Er werde dies wahrscheinlich am 12. Juni tun, erklärte er.

Der Mehrheitsführer der Republikaner im US-Senat, Mitch McConnell, warnte vor übereilten Schritten und der Möglichkeit, dass die USA in den Verhandlungen übervorteilt werden könnten.



Ranghöchster Nordkorea-Vertreter im Weissen Haus

Trump pries sein Treffen mit Kim Yong Chol als sehr positiv. Der Nordkoreaner war am Mittag mit einer kleinen Delegation im Weissen Haus eingetroffen. Er war der ranghöchste Vertreter Nordkoreas seit 2000, der das Weisse Haus besuchte. Trump empfing ihn im Oval Office - das gilt als bedeutende diplomatische Geste.

Kim Jong Un hatte zuvor über die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA mitteilen lassen, er fühle sich der Denuklearisierung nach wie vor verpflichtet und hoffe, dass dieses Ziel in mehreren Schritten und im Interesse aller Seiten erreicht werden könne.

Der Streit darum ist kompliziert, denn die USA und Nordkorea verstehen unter Denuklearisierung unterschiedliche Dinge - was die Verhandlungen über atomare Abrüstung im Allgemeinen und den Gipfel im Speziellen erschwert.



Denuklearisierung ist strittig

So will Nordkorea nicht einseitig seine Atomwaffen aufgeben. Strittig ist auch, ob etwa ausser atomaren Sprengköpfen auch Atomanlagen wie etwa zur Urananreicherung beseitigt werden oder die USA ihre Streitkräfte aus Südkorea abziehen und ihre Fähigkeiten zu einem nuklearen Gegenschlag aufgeben sollen.

Die USA hoffen, Nordkorea dazu bewegen zu können, sein Atomprogramm komplett und überprüfbar abzubauen - und das möglichst rasch.

Nordkorea will aus der internationalen Isolation heraus, um über Aussenhandel und Investitionen Wohlstand zu generieren. Dafür muss es die von den USA durchgesetzten Wirtschaftssanktionen abschütteln. (SDA)



Nordkoreanischer Konvoi fährt zum Weissen Haus

Spitzen-Beamte aus Nordkorea sind derzeit auf dem Weg zum Weissen Haus. Dies berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Unbestätigten Berichten zufolge soll auch Kim Yong Chol im Konvoi sein.

 

 (Ringier Infographics)
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