American-Football-Quarterback Colin Kaepernick ist das neue Aushängeschild einer grossen Jubiläumskampagne von Nike. (Blick berichtete) Gefeiert wird der 30. Geburtstag des weltberühmten Slogans «Just do it». Mit seinem Hymnen-Protest, bei dem er vor den Spielen der NFL beim Abspielen der amerikanischen Hymne auf die Knie ging, um auf Polizeigewalt und Rassendiskriminierung aufmerksam zu machen, schlug er politische Wellen bis ins Weisse Haus: Trump nannte ihn unter anderem auf Twitter einen «Hurensohn».

Das neue Nike-Testemonial schlägt auch nun wieder grosse Wellen. In den sozialen Medien gehen derweil Bilder und Videos von angezündeten Nike-Schuhen viral.

Der Tenor ist ziemlich einschlägig: «Nike zwingt mich zwischen meinen Lieblingsschuhen und meinem Land zu wählen – ich wähle mein Land.»

Nun zieht dieser Shitstorm noch grössere Kreise: In Kenner, einem Vorort von New Orleans, liess der Bürgermeister sogar anordnen, dass Sportklubs keine Nike-Artikel mehr kaufen dürfen. Sonst droht ihnen der Rausschmiss aus den öffentlichen Hallen und Parks. Und ebenfalls sollten sie keine öffentlichen Unterstützungsgelder mehr erhalten.

Auch die Nike-Aktien mussten unter dem neuen Werbevertrag leiden. Aber so medienwirksam die brennenden Schuhe und Boykotte auch sind, der Absatz des Sportriesen hat sich erholt. Die Nike-Aktie schloss am Montag mit über zwei Prozent im Plus. Sie steht damit wieder auf gleich hohem Niveau wie vor Bekanntgabe des Kaepernick-Vertrags. (nbb)