Wer sucht, der findet. Das gilt zumindest für Maria Kuhn, Pilzkontrolleurin der Gemeinden Mettauertal und Gansingen im Aargau. Die erfahrene Pilzlerin staunte, als sie zwischen Wil und Leuggen auf einen ganz speziellen Fund stiess.

 (8989 - Leserfoto)

Am Stamm einer abgebrochenen Weisstanne entdeckte sie auf vier Metern Höhe ein Prachtexemplar einer Krausen Glucke. «Ich konnte meinen eigenen Augen kaum trauen.» Ihre ersten Worte: «Sowas gibts doch nicht.»

Sehr seltenes Exemplar

Eine berechtigte Aufregung: Der blumenkohlähnliche Pilz wächst praktisch nie auf einer solchen Höhe und normalerweise auch nicht auf Weisstannen.

Zudem sind die Masse des gefundenen Exemplars schlicht überwältigend. Diese Riesen-Glucke bringt stolze 8 Kilo auf die Waage und hat einen Umfang von 50 bis 70 Zentimeter.

Eine Laune der Natur

Nur mithilfe einer Leiter und der Unterstützung der Schwiegertochter konnte Maria Kuhn den Pilz-Koloss vom Baumstamm herunterholen.

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Die überglückliche Finderin stuft die spezielle Glucke als «Laune der Natur» ein. Besonders beim momentanen Wetter, sei der Fund des makellosen Pilzes eine grosse Ausnahme. «So etwas findet man einmal im Leben oder nie!», fährt die begeisterte Pilzkontrolleurin fort.

Geteilte Freude

Bei der Krausen Glucke handelt es sich um einen Speisepilz. Die Finderfreude dehnt sich also zudem auf den Gaumen aus. Und Maria Kuhn teilt diese Freude mit ihren Mitmenschen: Sie hat die Riesen-Glucke geteilt, verschenkt, gekocht, gedörrt und eingefroren. (vac)