Im Kreis sitzen wir zwölf Camper Schulter an Schulter am Lagerfeuer und brühen an unseren Erfahrungen. Wir haben das Medienfeuer entflammt. Die Sonne brennt auf unsere Köpfe, und Luca erinnert sich in der Hitze an das heisse Fotoshooting mit der Rekordsprinterin Mujinga Kambundji. Wie eine künstliche Sonne blendete die Belichtung. Im gleichen Masse glitzerten auch ihre goldenen Stöckelschuhe. «Sie hatte nur noch Schuhe an» und ein schnittiges Trikot. Camper Luca stand neben der zierlichen Kambundji und machte dabei keine schlechtere Figur. Vor der Kamera wechselte die Leichtathletin ihr Metier. Sie ringelte und schlingte sich wie eine Akrobatin. Lange dauerten die Einstellungen, bis alle Muskeln wunschgerecht definiert waren. Schliesslich überstrahlte ihr schönes Lachen den Athletinnenbody.

Schulter an Schulter am Lagerfeuer die Hitze ausgehalten:Die zwölf Mediacamper im Newsroom der Blick-Gruppe.   (zVg)
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Zu Besuch bei der flinken Schlange der tausend Zeitungen in der Ringier-Druckerei in Adligenswil LU.   (zVg)
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Athletin Mujinga Kambundji und Camper Luca Fischlin beim Fotoshooting.   (BENJAMIN SOLAND)
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12 junge Medien-Interessierte (16-22 Jahre alt) verbringen eine Woche im Newsroom von BLICK.   (Siggi Bucher)
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Luca Fischlin (17), Luzern, Gymnasiast: «Wäre Journalismus etwas für mich? Das will ich herausfinden.»   (Siggi Bucher)
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Nadja Fitz (20), Rheinau ZH, Studentin: «Ich studiere Journalismus. So lese ich eine Unmenge an Studien über Journalismus. Im BLICK-MediaCamp kann ich endlich in die Realität eintauchen.»   (Siggi Bucher)
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Rachel Hämmerli (22), Brüttelen BE, Köchin: «Warum beim Blick? Ich kann mich austoben, trete dabei gerne mal in ein Fettnäpfchen und hoffe, dass ich aber nicht ausrutsche.»    (Siggi Bucher)
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Sarina Höppner (20), Aarburg AG, Studentin: «In einem der grössten Medienhäuser mitmachen ist einfach grossartig.»   (Siggi Bucher)
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Milena Kälin (19), Dietikon ZH, Studentin: «Eine Woche lang Journalismus erleben.»   (Siggi Bucher)
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Selina Schaffner (17), Aarau, Gymnasiastin: «Einen Blick hinter die Kulissen erhaschen.»   (Siggi Bucher)
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Parcival Schneider (19), Neuenburg am Rhein (D), Abiturient: «Erfahrung, egal wie talentiert, brillant oder vielseitig eine Person ist, Erfahrung schlägt auf lange Sicht alles. Ich erfahre im Blick-MediaCamp eine Woche lang Journalismus.»   (Siggi Bucher)
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Riccardo Schmidlin (18), Bern, Gymnasiast: «Schon als Kind wollte ich Journalist werden. Diese Woche bin ich mittendrin.»   (Siggi Bucher)
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Sean Douglas (16), Zürich, Mittelschüler: «Geschichten und Neuigkeiten halten mich den ganzen Tag auf Trab. Jetzt will ich herausfinden, wie sie entstehen.»   (Siggi Bucher)
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Samuel Pomarolli (19), Bern, eSportler: «Mein Ding ist Video und deshalb schaue ich gerne, denn Profis über die Schulter.»   (Siggi Bucher)
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Sebastian Zünd (20), Bronschhofen SG, Student: «Ich will verstehen, wie aus einem Ereignis eine Newsstory entsteht.»   (Siggi Bucher)
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Evita Weisskopf (16), Witterswil SO, Gymnasiastin: «Schnelle Information, schnelle Meinung. Dieser Zusammenhang interessiert mich.»   (Siggi Bucher)
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Wir Camper haben unsere Rucksäcke gepackt. Einige mit Eindrücken aus der Medienwelt, andere mit Eiern. Die Mayonnaise lieferte eine Zürcher Drag-Queen. Unsere Küken Evita und Sarina sahen über den Dächern der Stadt Zürich einen Regenbogen. Sie waren zu Besuch bei der Drag-Queen Gossipa. Dort erlebten unsere schüchternen Schützlinge gleich, wie schlagfertig bei dieser Szene mit Besuch umgegangen wird. Als Evita freundlicherweise ihr Znüni-Ei anbot, erwiderte Gossipa prompt: «Ich brauche keine Eier, ich hab schon welche!» Worauf über Evitas eierweisse Backen ein roter Schimmer huschte.

Die schnelle Schlange

Ums Lagerfeuer wirds langsam dunkel. Es ist Zeit für eine Schauergeschichte. Wir rücken aneinander. Sebastian schlägt den druckfrischen BLICK auf und erzählt von der schnellen Schlange aus Adligenswil. Zwölf Camper und ihre Lagerleiter haben sich in einem riesigen Fabrikraum verirrt. Druckerpressen warfen dunkle Schatten an die Wände. Die Stunde schlug elf, und plötzlich zischte es. Die flinke Schlange aus tausend Zeitungen über unseren Köpfen lebte, raste auf Rollen. Fauchend laut wurde in der Druckerei Adligenswil der BLICK von morgen gedruckt. Dicht mussten die Camper beisammen bleiben, sonst riskierten sie, von den Druckerpressen gebissen zu werden. Die Schlange aus Adligenswil ist kein Märchen. Sie ist die Hausdruckerei der Ringier Gruppe.

Mitternacht ist vorbei, das Feuer neigt sich. Für uns wirds Zeit, ein Fass zu öffnen. Ein Schluck aus dem Holz von Ringier. Hannes Britschgi erklärte uns die Geschichte hinter den drei Kreisen auf dem Ringier-Logo. Sie stünden für das einstige Handwerk der Familie Ringier, den Weinverkauf. Als Hugenotten waren sie eingewandert, um in der Schweiz Schutz und Durst zu finden. Die drei Kreise stellen die Fassringe eines hölzernen Weinbottichs dar.

Nun trinken wir auf die Freundlichkeit und Fürsorge, die uns vom gesamten BLICK-Newsroom entgegengebracht wurde. Auf das Engagement unserer Scharleiter Hannes Britschgi und Ivo Tuchschmid und das Interesse von Chefredaktor Christian Dorer an unseren Ideen und Wünschen. Wir prosten auf eine packende Woche und fachen unser Medienfeuer noch einmal an. Vielleicht mit einem Holzscheit vom Fass.