Der Ständerat will wissen, wie es um die Wasserversorgungssicherheit und das Wassermanagement in der Schweiz steht. Der Bundesrat muss einen Grundlagenbericht dazu vorlegen. Der Ständerat hat am Mittwoch mit 24 zu 15 Stimmen bei 2 Enthaltungen überraschend deutlich ein Postulat von CVP-Politiker Beat Rieder (55/VS) angenommen.

Dieser freut sich über den sehr positiven Schritt. Er ist überzeugt, dass in zehn Jahren niemand mehr an der Notwendigkeit eines solchen Berichts zweifelt: «In den nächsten Jahren werden Nutzungskonflikte ums Wasser zunehmen, denn es wird noch heisser und trockner werden», sagt Rieder zu BLICK.

Langfristige Wasserstrategie

Zudem gerate das Wasserschloss Schweiz auch international unter Druck, wenn es zur Knappheit kommt. Deshalb sei es nun an der Zeit, eine langfristige Wasserstrategie auszuarbeiten.

Umweltministerin Doris Leuthard (55) erinnerte daran, dass das Wassermanagement in der Verantwortung der Kantone liege. Ein Argument das bei den föderalistisch gesinnten Ständevertretern normaler Weise auf fruchtbaren Boden fällt. «Der Mehrheit leuchtete es jedoch ein, dass Wasser ein zu wichtiges Thema ist, um es nur innerhalb der Gemeinde- und Kantonsgrenzen zu betrachten», so Rieder. (SDA/awi)