Der Ständerat macht sich Sorgen über die künftige Wasserversorgung in der Schweiz. Er hat am Mittwoch mit 24:15 Stimmen bei zwei Enthaltungen überraschend deutlich dem Bundesrat den Auftrag gegeben, einen Grundlagenbericht zu erstellen. Dieser soll aufzeigen, wie die Schweiz die Wassernutzung künftig regelt und überregional koordiniert ( BLICK berichtete ).

Der Kopf hinter dem Postulat ist der Walliser Ständerat Beat Rieder (55, CVP). Er freut sich über diesen sehr positiven Schritt. Er ist überzeugt, dass in zehn Jahren niemand mehr an der Notwendigkeit eines solchen Berichts zweifelt. «In den nächsten Jahren werden Nutzungskonflikte ums Wasser zunehmen, denn es wird noch heisser und trockener werden.» Zudem gerate das Wasserschloss Schweiz als wichtige Quelle für ganz Europa auch international unter Druck, wenn es Knappheit gibt.

Umweltministerin Doris Leuthard erinnerte daran, dass das Wassermanagement in der Verantwortung der Kantone liege. Ein Argument, das bei den föderalistisch gesinnten Ständevertretern normalerweise auf fruchtbaren Boden fällt. Die Mehrheit war jedoch der Meinung, dass Wasser ein zu wichtiges Thema sei, um es nur innerhalb der Gemeinde- und Kantonsgrenzen zu betrachten.