«Swiss-Five-Seven-Papa-Uniform, cleared for take off». Der Kontrollturm des Flughafen Genf schickt den Swiss Flug 2809 nach Zürich los. Flugkapitän Luc Wolfensberger und sein Copilot Martin Radinger steuern den Airbus A320 auf die Piste 23. Während die über 100 Passagiere es sich im hinteren Teil der Maschine gemütlich machen, herrscht vorne im Cockpit gespannte Konzentration. Mit der rechten Hand drückt Kapitän Wolfensberger den Schubhebel in der Mittelkonsole nach vorne. Seine linke Hand liegt auf dem Sidestick. Sanft zieht er ihn hoch, und die rund 70 Tonnen schwere Maschine hebt ab. Wenige Sekunden später drückt Wolfensberger den Stick nach rechts und leitet so eine Rechtskurve ein.

Den Kontakt mit dem Kontrollturm hält während der Startphase Copilot Radinger. Der Rufname «Swiss 57 Papa-Uniform» hat den Zweck, das Flugzeug auf den Radarbildschirmen der Flugsicherung eindeutig zu identifizieren. Anders als bei Langstreckenflügen hat dieses Callsign auf kurzen Strecken nichts mit der Flugnummer auf dem Ticket zu tun.

Nach wenigen Minuten erreicht der Jet die Reiseflughöhe und nimmt Kurs Nord-Ost in Richtung Zürich. Kapitän Wolfensberger übergibt dem Autopiloten.

Nach gut zwanzig Minuten übernimmt wieder der Kapitän für den Endanflug aus Norden über Hohentengen D. Am Horizont erscheint schon die Piste 14 des Flughafens Zürich. Mit dem Sidestick gleicht Kapitän Wolfensberger die kleinen Turbulenzen auf den letzten Metern vor dem Touchdown aus.

Dann setzt der Airbus sanft auf der Piste auf und Kapitän Wolfensberger drückt auf die Bremsen. «Papa-Uniform, guete Mittag» begrüsst der Zürcher Tower. Swiss Flug 2809 ist angekommen.

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