Nachdem der Tscheche (24) schon zwei Prozesstermine versäumt hat, erschien er am Mittwoch tatsächlich vor dem Bezirksgericht Baden. Er musste sich wegen Schreckung der Bevölkerung und Nötigung verantworten.

Am 26. November 2016 löste der 24-Jährige mit einem Telefonanruf ein Grossaufgebot der Polizei aus. Weil er behauptete, eine Bombe gelegt zu haben, muss das Casino Baden geräumt und über 100 Gäste evakuiert werden. Während drei Stunden blieb das Gebäude gesperrt. Dem Casino gingen 100'000 Franken durch die Lappen.

Tscheche ruft Freund an, dann bedroht er Casino

Jetzt stellt sich heraus: Der Tscheche wollte durch die Drohung mit seinem Freund Kontakt aufnehmen. Dieser zockte an jenem Abend im Casino, er selbst war zuhause in Tschechien. «Ich habe ihn angerufen, aber er hat nicht reagiert. Ich wollte nur, dass er nach Hause kommt und ich mit ihm reden kann», sagt er im Interview mit « Tele M1 ».

Dann sei ihm die Idee gekommen: «Ich dachte, wenn ich dort eine Bombe anmelde, dann bringen sie die Leute weg und er geht endlich nach Hause», so der 24-Jährige weiter. Er habe es aus Liebe gemacht.

Vor Gericht wurde der Tscheche nun zu einer bedingten Geldstrafe von 9000 Franken und einer Busse von 1000 Franken verurteilt. Sollte er die Busse nicht bezahlen können, muss er hinter Gitter. (hah)