Olma-Zeit ist Bratwurst-Zeit. Die wohl bekannteste Wurst der Schweiz, die St. Galler Olma-Bratwurst, ist an der Ostschweizer Landwirtschaftsmesse auch dieses Jahr heiss begehrt. «Wir verkaufen an der Olma pro Tag zwischen 3000 und 4000 Stück», sagt Oscar Peter, Inhaber der Metzgerei Schmid in St. Gallen. Die Besonderheit der Olma-Bratwurst: Sie ist leicht, bekömmlich und nicht zu fettig.

In St. Gallen ist sie als Kulturgut fest verankert und sogar regional geschützt. «Die Olma-Bratwust darf nur in den Kantonen Thurgau, St. Gallen und den beiden Appenzell produziert werden», erklärt Peter.

Eine Olma-Bratwurst hat zwischen 16 und 18 Prozent Kalbfleischanteil. Die Olma-Kalbsbratwurst der Metzgerei Schmid sogar einen Anteil zwischen 36 und 38 Prozent.

Nur die Hälfte lag richtig

Nur: Erschmecken die Olma-Besucher überhaupt den Unterschied zwischen der St. Galler Olma-Bratwurst und einer Zürcher Bratwurst? BLICK machte den Test und setzte zehn Besuchern beide Bratwürste vor. Resultat: Nur die Hälfte lag richtig.

«Den Unterschied schmeckt man. Die Olma-Bratwurst ist einfach viel besser», sagt Michael Keller aus Niederwil SG. Auch Claudio N. aus Amriswil TG erkennt die richtige Olma-Bratwurst: «Zürcher können ja sowieso keine Bratwürste machen.»

Violetta Hablützel aus Schaffhausen und Rita Schrepfer aus Uster ZH erkennen die St. Galler Olma-Bratwurst nicht. «Die Zürcher Bratwurst ist feiner vom Geschmack», sagt Schrepfer sogar.

Mehr Informationen zur Entstehung und Tradition der St. Galler Olma lesen Sie hier.