Er war eine Bergsteiger-Ikone, und so wurde er auch verabschiedet: Rund 800 Menschen kamen im Mai vor einem Jahr nach Interlaken BE, um Ueli Steck (†40) ein letztes Mal die Ehre zu erweisen. Vergessen ist der Extrem-Alpinist, der während einer Akklimatisierungs-Tour im Himalaja in den Tod gestürzt war, bis heute nicht.

Ueli Steck ist auch heute noch eine Bergsteiger-Ikone – nicht nur in der Schweiz.  (Damiano Levati)

In einem bewegenden Brief gedenkt die Familie von Ueli Steck heute, an seinem ersten Todestag, nochmals des Lebens und der aussergewöhnlichen Leistungen des Emmentalers. Das Schreiben wurde auf der Homepage von Ueli Steck veröffentlicht.

«Der Abschied von ihm hat uns alle tief getroffen. Wir vermissen Ueli sehr und denken auch heute noch oft an ihn», heisst es im Brief, der an alle Freunde von Steck gerichtet ist. Man sei dankbar, dass er in seinem Leben so viele Leute habe inspirieren können. «So lebt er auf seine Art weiter.»

Im April 2017 war Steck nach Kathmandu in Nepal aufgebrochen. Dort wollte er gleich zwei der höchsten Berge der Welt (den Mount Everest mit 8848 Metern und den Lhotse mit 8561 Metern) in einem Durchgang besteigen – innerhalb von 48 Stunden und ohne Sauerstoffflaschen. 

Stecks Familie bedankt sich auch für das viele Mitgefühl und die Unterstützung, die ihr nach dem Tod des Bergsteigers entgegengebracht worden war. «Eure Liebe und Zuwendung war uns in der schwierigen Zeit des Abschieds eine grosse Hilfe und wertvolle Stütze. Dafür ganz herzlichen Dank.» (cat)

Der Abschiedsbrief der Familie von Ueli Steck.  (Screenshot Homepage Ueli Steck)