Am Lopper in Hergiswil NW ist am Samstag um 10 Uhr in einem Waldstück ein Kleinflugzeug abgestürzt. Dabei kam eine Familie aus der Region ums Leben. Zwei Erwachsene und zwei minderjährige Kinder. Unter den Opfern ist der Chefpilot der Stanser Pilatus Flugzeugwerke, der die Maschine steuerte.

Die Familie war heute Morgen kurz nach 9.30 Uhr auf dem Flugplatz in Kägiswil OW Richtung Frankreich gestartet. Nur 20 Minuten später endete der Flug tödlich. Im Gebiet Renggpass in Hergiswil NW stürzte die Maschine plötzlich ab. Wieso, ist noch unklar.

Pilot freute sich auf den Flug

Klar ist nur: Es handelte sich um eine Maschine des der Motorfluggruppe Pilatus MFGP, eine Socata TB-10 mit fünf Plätzen. Die Motorfluggruppe Pilatus MFGP trauert um die Toten. Auf der Internetseite heisst es: «Wir trauern um den Verlust der Insassen der am 04.08.2018 verunglückten HB-EZW und sprechen den Angehörigen unser tiefstes Beileid aus.»

Auch Flugfeldleiter Jost Vogler ist bestürzt. Er sprach mit dem Piloten vor dem Flug. «Er freute sich auf den Flug und war gut gelaunt», sagte Vogler zu «20 Minuten».

Am Lopper in Nidwalden ist ein Flugzeug abgestürzt.   (Leserreporter)
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An Bord der Maschine: Eine Familie aus der Region.   (Leserreporter)
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Bei dem Flugzeug handelte sich um eine Maschine der Motorfluggruppe Pilatus MFGP.   (Leserreporter)
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Der Chefpilot steuerte die Maschine. Er habe sich sehr auf den Flug gefreut, sagt Flugfeldleiter Jost Vogler zu BLICK. 
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Die Absturzstelle bei Hergiswil NW: Hier kam eine vierköpfige Familie ums Leben.  (Kantonspolizei Nidwalden)
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Stürzte ab: Eine Socata TB-10 mit fünf Plätzen. (Symbolbild)  (schemedesigners.com)
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Kollegen von der Motorfluggruppe Pilatus trauern um die Personen, die im abgestürzten Flugzeug sassen.  (zvg)
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Der Hubschrauber transportiert Löschwasser.   (Keystone)
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Damit wird der Brand nach dem Absturz gelöscht.   (Keystone)
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Die Polizei bittet, die Umgebung grosszügig zu umfahren.   (Leserreporter)
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Bei dem Unglück gab es mehrere Todesopfer.  (Keystone)
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Es läuft ein Grosseinsatz: Aufgeboten wurden Rega, Feuerwehr, Ambulanz und Polizei.   (Keystone)
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Der Unfall ereignete sich um 10.00 Uhr.   (Keystone)
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Abklärungen sind im Gang.   (Keystone)
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«Ich hörte einen Knall und es war still»

Ein Leserreporter sagt zu BLICK: «Ich habe den Motor gehört. Dann hörte ich einen Knall und es war still». Ein Blick nach draussen zeigte eine Rauchsäule am bewaldeten Berg.

Die Absturzstelle liegt in schwer zugänglichem Gelände. Das umliegende Gelände fing in Folge des Absturzes Feuer. Bevor die Rettungskräfte überhaupt zum Ort des Unglücks vorrücken konnten, musste mittels eines Lösch-Helikopters zuerst der Brand gelöscht werden.

Die Ursache für den Absturz ist noch unklar. Sie wird nun durch die Bundesanwaltschaft in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Unfalluntersuchungsstelle (SUST), der Staatsanwaltschaft und der Kantonspolizei Nidwalden ermittelt.

Flugparade verschoben

Eine für den Nachmittag angesetzte Flugparade am Stanserhorn ist auf einen späteren Zeitpunkt verschoben worden.

Die «OldtimAIR Flugparade» hätte am Samstagnachmittag zwischen 15 und 16 Uhr am Stanserhorn stattfinden sollen. Wie der Webseite www.stanserhorn.ch zu entnehmen war, findet der Anlass nun am 15. September 2018 statt.

Grund: der Flugzeugabsturz in Hergiswil. «Die Fliegerszene ist wie eine grosse Familie. Die Parade-Piloten sind schwer von der schlimmen Nachricht getroffen. Für uns war klar, dass wir die Flugparade verschieben», sagt Jürg Balsiger, Direktor der Stanserhornbahn, zu BLICK. (rey/jmh/rad/SDA)