Sursee LU liegt auf dem Trockenen. Seit Monaten fehlt der Regen. Die Gemeinde erlebt eine Wassernot.

Walter Dillier, Leiter Wasserversorgung, erklärt den Notstand: «Seit Februar hat es auf dem Gemeindegebiet nicht mehr richtig geregnet.» Der Grundwasserspiegel ist wegen der fehlenden Niederschläge sehr tief.

Zeitungsinserate brachten nichts

Die Stadt machte sich deshalb grosse Sorgen. Anfangs August wurden Zeitungsinserate geschaltet, um auf die Wasserknappheit aufmerksam zu machen. «Doch die Inserate erzielten keine Wirkung», so Dillier.

Ende August dann die nächste Aktion: Flugblätter in die Briefkästen aller Einwohner von Sursee. «Wir bitten die Bevölkerung um sparsamen Umgang mit dem Trinkwasser», sagt Dillier.

Beim Duschen solle man sich kurz fassen. «Dazu kann man das Wasser während des Einseifens zudrehen.» Und: «Beim kleinen Geschäft bitte den kleinen Spülknopf drücken. Bei alten Spülungen werden 9 Liter Wasser verbraucht, wenn man den grossen Spülknopf betätigt.»

Badewanne nicht benutzen

Auch das Baden solle vermieden werden, so Dillier. Denn: «Um eine Badewanne zu füllen, werden 80 bis 100 Liter Wasser benötigt.»

Rettung aus den natürlichen Wasserressourcen in der Umgebung gibt es keine, obwohl Sursee gleich am Sempachersee liegt. Doch aus diesem dürfe nur die Gemeinde Sempach Wasser schöpfen, erklärt Dillier. Sursee fehlt dafür die Konzession.

Kein Anschluss an Wasserquellen

Auch aus dem Bächlein Sure, das durch das Gemeindegebiet Sursee fliesst, könne man kein Wasser nehmen. Dillier: «Zu klein, zu geringe Wassermenge.»

Kurzum: «Wir haben kein grosses, natürliches Wasserangebot, obwohl wir Sursee heissen», sagt Dillier.

Rettung könne nur von oben kommen, so Dillier. «Wir brauchen endlich wieder Regen. Am besten gleich über ein bis zwei Wochen.»