Geboren wurde Daniel Küblböck (33) 1985 in der Nähe von Passau (D). Sein ungewöhnliches Leben im Rampenlicht begann mit der Teilnahme bei «Deutschland sucht den Superstar» im Jahr 2002. Der damals erst 17-Jährige präsentierte sich als schriller Paradiesvogel, der sich bald zum Publikums- und Juryliebling mauserte. Vor allem Chef-Juror Dieter Bohlen (64) war von ihm begeistert. Als Drittplatzierter verliess Küblböck die Show, doch in Vergessenheit geriet er nicht.

Mit Hits wie «You Drive Me Crazy» landete der Gewinner der Herzen als Solo-Künstler Erfolge. Küblböck war zu Gast in vielen TV-Shows und Talk-Shows, seine Karriere lief gut. Im Jahr 2004 nahm er an der ersten Staffel des RTL-Dschungelcamps teil. Auch diese Show verliess er als Drittplatzierter.

Es folgten Negativ-Schlagzeilen: Er raste in einen Gurken-Lastwagen. Bei dem Verkehrsunfall wurde er damals schwer verletzt. Er soll dem Laster die Vorfahrt genommen haben. Küblböck, damals 19, wurde wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und fahrlässiger Körperverletzung in zwei Fällen zu einer Geldstrafe von umgerechnet 28'000 Franken und acht Stunden Sozialarbeit verurteilt.

Image-Wechsel und Adoption

Küblböck unterzog sich einem Image-Wechsel. Fortan zeigt er sich männlicher, düsterer, viel weniger schrill, auch seriöser. Im Jahr 2005 versucht sich Küblböck als Unternehmer. Er gründet eine Firma und investierte in Solaranlagen. Nach eigenen Angaben wurde er damit zum Millionär. 2013 wird die Firma laut «Bild» vom Handelsregister gelöscht.

Der Ex-«DSDS»-Teilnehmer zeigte sich weiter bei verschiedenen TV-Formaten und Shows, etwa bei 2005 bei «Big Brother» und 2015 bei «Let’s Dance». Drei Jahre zuvor liess sich Küblböck von der Immobilien-Millionärin Kerstin Elisabeth Kaiser (75) adoptieren. Laut der «Bild» nannte er sie «Omi» und wurde von ihr als Allein-Erbe eingesetzt. Die Millionärin wurde seine wichtigste Bezugsperson. Seitdem nannte er sich Daniel Kaiser-Küblböck.

2015 begann Küblböck sein Studium am Theaterinstitut

2014 wollte er Deutschland beim «Eurovision Song Contest» vertreten, wurde jedoch nicht ausgewählt. Nach dieser Pleite entschied er sich 2015 zu einem Studium am Europäischen Theaterinstitut in Berlin, das er dieses Jahr als Diplom-Schauspieler abgeschlossen hätte. Bei Facebook soll Küblböck darüber berichtet haben, dass er an der Theaterschule monatelang gemobbt wurde.

Seit dem 29. August war Daniel Küblböck fuhr mit der «Aidaluna» von Hamburg Richtung New York. Vor der neufundländischen Küste, nahe St. Johns, soll der «DSDS»-Star am Sonntag gegen 6 Uhr Ortszeit von Bord gesprungen sein. Laut der «Bild» verhielt sich Küblböck auffällig, er habe Frauenkleidung getragen und sei an Deck aggressiv gewesen.

«Ich klammere mich jetzt nur an die Hoffnung»

Einen Tag nach dem Vorfall äusserte sich Daniels Vater Günther Küblböck (54) gegenüber der «Bild»-Zeitung: «Ich klammere mich jetzt nur an die Hoffnung, dass irgendwie doch noch alles gut wird!» Angesichts des Zeitpunkts seines Über-Bord-Gehens und der Wassertemperatur von etwa 10 Grad, scheint es so gut wie aussichtslos, dass Daniel Küblböck lebend gefunden wird. (euc)