Auch drei Tage nachdem Daniel Küblböck (33) von Bord des Kreuzfahrtschiffes Aidaluna gesprungen ist, gibt es kein Lebenszeichen von dem Sänger. Am Montag stellten die Schiffe der kanadischen Küstenwache die Suche ein. Jetzt gibt es neue Details zu den Ereignissen kurz vor den tragischen Ereignissen um den «DSDS»-Star.

Es sollen schockierende Szenen gewesen sein, die sich auf der Aidaluna abgespielt haben, bevor Küblböck von Bord sprang, berichtet Reise-Experte Ralf Benkö bei «RTL». Mehrere Passagiere und Crew-Mitglieder sollen das Drama am frühen Sonntagmorgen mitbekommen haben: «Es gibt einige Gerüchte und unbestätigte Informationen, wonach es Augenzeugen gegeben haben soll für das, was passiert ist», sagt Benkö. «Dass es nicht still und leise irgendwo geschehen ist, sondern dass es Aufsehen erregt hat.»

«Ich schneide mir die Pulsadern auf»

Einige hätten gesehen, wie der Sänger körperlich angeschlagen aus seiner Kabine kam. «Vielleicht war er auch verletzt. Es gibt Informationen, die das sagen. Er sei dann relativ schnell zur Reling gestürmt», so der Experte. Dass jemand Küblböck hätte vom Springen abhalten können, glaubt er nicht. «Da sind Hunderte Kameras an Bord – aus Sicherheitsgründen. Wenn das jemand gesehen hat, dann wird man versucht haben, zu helfen», so Benkö.

Auch über den seelischen Zustand des Sängers in seinen letzten Momenten an Bord wird spekuliert. Mehreren Berichten zufolge war Küblböck an seinem wohl letzten Abend emotional und aufgebracht. Wie die «Bunte» meldet, ging der Sänger nach dem Abendessen mit ein paar Leuten in die Bar auf Deck 12 und verschwand dann gegen zwei Uhr früh in seiner Kabine. Kurz darauf habe seine Kabinennachbarin den Entertainer laut schreien gehört: «Ich schneid mir die Pulsadern auf.» Die Frau habe die Besatzung informiert. Als ein Steward die Kabine Küblböcks kontrollierte, habe er diese leer angetroffen.

«Keine kriminellen Handlungen festgestellt»

Was sich auf der Aidaluna in der Nacht von Samstag auf Sonntag tatsächlich abgespielt hat, muss nun die kanadische Polizei klären. Als gestern das Kreuzfahrtschiff in Halifax einlief, nahmen die Beamten sofort die Ermittlungen an Bord des Schiffes auf. Sie untersuchten Küblböcks Kabine, stellten seine persönlichen Gegenstände sicher – suchten nach einem Handy oder einem Abschiedsbrief. Es wurden bisher «keine kriminellen Handlungen festgestellt», sagt Polizeisprecherin Glenda Power zu «BILD». Die Polizei würde Küblböck vorerst als «vermisst» führen. (brc)