Tragödie auf hoher See: Noch immer fehlt von Daniel Küblböck (33) jede Spur. Der «DSDS»-Star sprang am frühen Sonntagmorgen vom Deck des Kreuzfahrtschiffes Aidaluna ins Meer. Die kanadische Küstenwache hat die Suche nach dem Sänger am Montag eingestellt. Ein Entscheid, den die Familie schweren Herzens akzeptiert, wie der Vater des Sängers, Günther Küblböck, gestern Abend auf der offiziellen Website des Schauspielers mitteilt: «Wir haben Verständnis, dass die Suche nun eingestellt wurde. Wir möchten uns ausdrücklich bei allen an der Suche Beteiligten für den intensiven Einsatz bedanken.»

«Das grosse Wunder wird sich leider nicht mehr bewahrheiten»

Bis zuletzt hatte der Vater seine Hoffnung nicht aufgegeben. Am Montag sagte er zu «Bild»: «Ich klammere mich jetzt nur an die Hoffnung, dass irgendwie doch noch alles gut wird.» Nun folgte die grosse Ernüchterung: «Das grosse Wunder, auf das wir so sehr gehofft haben, wird sich wohl leider nicht mehr bewahrheiten», schreibt Günther Küblböck in seinem gestrigen Statement. «Wir trauern sehr um einen liebevollen Menschen, der einen grossen Platz in unseren Herzen hinterlässt.»

Vor allem Daniels Art zu lachen werde er in Erinnerung behalten, «und dass er ein von Grund auf positiver Mensch war». In der Mitteilung bedankt sich der Vater zudem «für die unglaubliche Anteilnahme». Er und die restliche Familie seien gerührt von all den netten Worten vieler Wegbegleiter von Daniel.

Schwere Vorwürfe gegen Mutter Bianca

Wie Auszüge aus seiner im Jahr 2003 erschienenen Biografie «Ich lebe meine Töne» zeigen, hatte Daniel Küblböck ein sehr schwieriges Verhältnis zu seiner Familie. «Nicht nur meine Mutter, auch mein Bruder hat mich geschlagen. Ich wuchs in einer intoleranten Familie mit einem Neonazi auf – es prallten zwei Welten aufeinander», schrieb der Sänger in seinem Buch. Und erhebt schwere Vorwürfe gegen seine Mutter Bianca Küblböck. Diese hätte ihn im Rausch gar verprügelt. «Ich springe auf mein Bett. Ich will ihr ausweichen, aber wohin? Sie legt die Finger um meinen Hals. Beginnt mich zu schütteln und zu würgen. Mama schreit: Du bist nicht mein Kind! Du sollst nicht mein Kind sein», schilderte Küblböck eine solche Gewaltszene.

Mutter Bianca wies nach Erscheinen der Biografie ihres Sohnes gegenüber «Bild» alle Vorwürfe strikt zurück: «Sicher gab es mal schwierige Zeiten bei uns. Jeder hat mal zu viel getrunken. Aber Daniels Vorwürfe sind völlig übertrieben. Ich bin eine liebende Mutter und war immer für meine Kinder da.» Trotzdem wollte sie kurz darauf den Kontakt zu Daniel abbrechen. (brc)