Das gab es im Schweizer TV noch nie: Zum ersten Mal sucht eine Transfrau bei der Kuppelsendung «Bachelor» ihr Liebes-Glück: Daryana (26) aus Zürich kämpft mit 20 anderen Kandidatinnen um die letzte Rose von «Bachelor» Joel Herger (34).

Was die selbstbewusste Zürcherin von ihren Kolleginnen unterscheidet: Sie kam als Bub zur Welt und entschied sich im Alter von 15 Jahren zu einer Geschlechtsanpassung.

Daryanas Teilnahme fördert Toleranz

«Ich finde es toll und sehr mutig von Daryana», schwärmt Tiziana Gulino (20). «Es ist wichtig, dass man nicht auf Dinge verzichtet, die man tun möchte, nur weil man eben ein wenig anders ist als die anderen.» Die «The Voice of Switzerland»-Gewinnerin hatte vor einem Jahr ihr Liebesouting mit Freundin Dania (21).

Auch Nadia Brönimann (48), die sich vor 19 Jahren einer Geschlechtsanpassung unterzog, ist begeistert, dass der «Bachelor» eine Transfrau als normale Kandidatin präsentiert. «Daraus entstehen spannende Gespräche, und aus Gesprächen entsteht Akzeptanz.»

Daryanas Teilnahme bei der Schweizer Dating-Show sei ein «klares Zeichen für Akzeptanz und Toleranz», findet auch Dragqueen Gossipa. Es sei allerdings schade, dass die 26-Jährige bloss eine Kandidatin sei. «Eigentlich müsste sie die erste Trans-Bachelorette sein.»

«Sie ist in erster Linie eine Frau, die Liebe sucht»

Doch wie wird Rosenkavalier Joel auf Daryana als Kandidatin reagieren? «Bauer, ledig, sucht...»-Moderator Marco Fritsche (41) wünscht sich vom neuen Bachelor vor allem eins: Offenheit. «Ich weiss ja nicht, ab welchem Moment Joel von Daryanas Vergangenheit erfährt. In meinen Augen gewinnt – oder verliert – er an Achtung, je nachdem wie er sich verhält.»

Nadia Brönimann ist es derweil besonders wichtig, dass man Daryana nicht alleine auf ihre Transsexualität reduziere. «Denn sie ist in erster Linie eine Frau, welche die Liebe fürs Leben sucht – wie alle anderen.»

Die erste Folge der neuen Staffel von «Der Bachelor» wird Montag, 16. Oktober um 20.15 Uhr auf 3+ ausgestrahlt.