Cheerleaderin Bailey Davis versteht die Welt nicht mehr. Die 22-Jährige wurde gemäss «New York Times» von NFL-Klub New Orleans Saints gefeuert. Grund ist ein zu sexy Bild auf Instagram. Auf ihrem privaten Account postete Davis im Januar ein Bild in einem einteiligen Badeanzug – in den Augen des Klubs verstösst sie damit gegen eine elementare Regel.

Den «Saintsations» werden im Umgang mit Social Media klare Regeln vorgeschrieben. So dürfen die Accounts nicht öffentlich sein. Jeder NFL-Profi muss als Follwer geblockt werden. Und Posts auf denen ein Cheerleader nackt, halbnackt oder in Unterwäsche zu sehen ist, sind untersagt.

Die irren Regeln für Cheerleader

Der Post als Badenixe ist den Saints zu viel nackte Haut. Zumal Davis noch ein anderes Vergehen angelastet wird. Sie soll eine Party besucht haben, auf der auch Saints-Player anwesend waren. Das ist zwar nicht bewiesen, ist aber auch ein absolutes Tabu in der NFL-Franchise.

Den Saints-Cheerleader wird jeglicher private Kontakt zu Spielern untersagt. Sie müssen zum Beispiel auch ein Restaurant sofort wieder verlassen, wenn ein Spieler dort isst. Und wenn sie schon gemütlich dort essen und ein Profi erscheint, haben sie Messer und Gabel fallen zu lassen und müssen gehen.

Davis klagt gegen Klub

Davis will sich das nicht gefallen lassen. Sie klagt gegen den Klub wegen Diskriminierung. Es könne nicht sein, dass es im Klub zwei verschiedene Regelwerke gebe. Eines für die Cheerleader, die alle Frauen sind. Und ein anderes für die Spieler.

Ihre Aussichten werden aber als gering eingeschätzt. Ihr Ex-Arbeitgeber meint zum Fall: «Die Saints streben an, dass alle Angestellten gleich fair behandelt werden. (…) Uns ist zunächst wichtig, dass Frau Davis nicht wegen ihres Geschlechts bestraft wurde.»

Andere Klubs verlangen Saltos im Bikini

Übrigens stehen die Saints mit ihren Praktiken nicht alleine da. In der gesamten NFL gebe es gemäss der «Times» zahlreiche Klubs, wo ähnliche Regeln und sexistische Auflagen bestehen.

So mussten etwa die Cheerleader der Buffalo Bills nach eigener Aussage bei den Tryouts Hampelmänner machen, damit man überflüssige Pfunden durch wabbelndes Fleisch entdecken konnte. Und bei einem Golfturnier eines Sponsors wurde von ihnen verlangt, im Bikini Saltos zu vollführen. (sme)