Einst war es der FC Wunder. Meister, Cupsieger, die Unabsteigbaren, der charmante Klub mit dem familiären Klima, in dem Talente und andernorts Gescheiterte ihre Karriere neu oder von neuem lancieren konnten.

Und jetzt der Fall ins Bodenlose. Ein Saisonstart, der mit der Formulierung «Horror» noch diplomatisch umschrieben ist. Statt Aufbruch und Neustart, statt Schnuppern an der Rückkehr in die Super League nun bereits akute Abstiegsgefahr. Man steht mit einem Bein im Amateurfussball.

Das ist auch für den rührigen und seit Jahren überaus engagierten Präsidenten Alfred Schmid ein Schlag ins Gesicht. Er, der sich vorbildlich aus dem Tagesgeschäft zurückzieht und seinem Führungspersonal Vertrauen schenkt. Aber auch immer wieder auf wenig kompetente Einflüsterer hört.

Jetzt hat er das Schicksal in die Hände von Jung-Sportchef Sandro Burki und Trainer Patrick Rahmen gelegt. Und steht schon nach wenigen Wochen vor einem Scherbenhaufen. Dass Burki und Rahmen die Wende zum Guten schaffen, scheint kaum mehr möglich.

Ein möglicher Retter wäre Ciriaco Sforza. Er hat seinen Heimklub Wohlen einst in ähnlicher Situation vor dem Abstieg gerettet und im zweiten Jahr an die Türe zur Super League geklopft. Er hat seine Karriere beim FC Aarau einst so richtig lanciert. Auch bei ihm dürfte das Aargauer Fussballherz derzeit bluten.