Der Abstiegskampf in der Super League ist spannend wie nie. Aber fast genauso offen ist das Rennen um die Europa-League-Plätze!

Denn beendet der Cupsieger (YB oder FCZ) die Liga unter den ersten Vier, berechtigt auch noch Rang 5 noch für die Europa-League-Quali. Kein Wunder, beziehen selbst die Abstiegskandidaten in ihre Planungen einen Start in Europa mit ein.

So könnte das neue Stadion in Schaffhausen plötzlich zum Europa-League-Hotspot werden. Dem unterklassigen FCS liegen gleich drei Anfragen von Super-League-Klubs vor, allfällige Quali-Runden im international zugelassenen Lipo-Park (8000 Plätze) auszutragen.

Zum einen von Lugano! Das Cornaredo ist nicht Uefa-tauglich, die Tessiner haben deshalb zuletzt die ganze Gruppenphase vor magerer Kulisse in Luzern gespielt.

Die Kosten als Schaffhauser Trumpf

Warum ist nun sogar das dreieinhalb Fahrstunden entfernt liegende Schaffhausen neben Luzern und Bern eine Tessiner Option? Wegen den Kosten. Der kleine Lipo-Park lässt sich für rund 50'000 Franken in Betrieb nehmen, während es in Luzern oder St. Gallen etwa dreimal so viel ist.

Nach St. Gallen wichen in den letzten Jahren schon mal GC und der FCZ wegen der Letzigrund-Belegung aus. Deshalb haben nun nach BLICK-Informationen auch beide Zürcher Klubs in Schaffhausen angeklopft.

Denn auch diesmal drohen im Juli und August wegen des «International Cup» (Sevilla – Benfica), zweier Ed-Sheeran-Konzerte und dem Leichtathletik-Meeting Termin-Engpässe.

Ob Schaffhausen tatsächlich zum Handkuss kommt, hängt von drei Faktoren ab. Dem Liga-Endstand, dem Cupfinal und dem Uefa-Termin am 19. Juni, wenn die ersten beiden Europa-League-Qualirunden ausgelost werden.