Es ist geschafft. YB nimmt am Dienstagabend die letzte Quali-Hürde und wird sich ab September mit den Grossen Europas messen. Die Bundeshauptstädter sind auf Wolke sieben. «Es fühlt sich fast wie der Meistertitel an», beschreibt Grégory Wüthrich seine Stimmungslage.

Während hierzulande gefeiert wird, herrscht in Kroatien Katerstimmung. Zagreb-Trainer Nenad Bjelica sagt: «Ich bin enttäuscht, weil ich den Eindruck habe, dass es die bessere Mannschaft nicht in die Champions League geschafft hat.» Es gehöre zum Fussball, dass manchmal das schwächere Team weiterkomme.

Bjelica glaubt den Grund für das Ausscheiden gefunden zu haben: Der Schiri hats verbockt! Die Szene, die beim 47-Jährigen Wutfalten auslöst, spielt sich in der 63. Minute ab. Assalé holt den YB-Penalty heraus, der die Wende einleitet.

Die Noten zum YB-Sieg in Zagreb | David von Ballmoos, Note 5: Hatte einen eher ruhigen Abend. Bei Hajrovics Tor chancenlos. War bereit, wenn es ihn brauchte. Sein Löwenanteil am YB-Gesamtsieg war die Wahnsinnsparade im Hinspiel, als er Orsics Gewaltsschlenzer aus dem Lattenkreuz fischte.  (freshfocus)
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Kevin Mbabu, Note 5: Nicht der Hyperaktivität verfallen, wie das bei ihm ein bisschen das Risiko ist. Auch, weil er wusste, dass dieser Orsic am linken Flügel ein ganz gefährlicher Kunde ist.  (imago/Xinhua)
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Grégory Wüthrich, Note 5: War zuerst der «Bölimaa» als er Gavranovics Hereingabe völlig ungenügend und genau vor die Füsse von Hajrovic klärte, der das 1:0 buchte. Machte diesen Bock mit dem tollen Assist auf Hoarau nach Sows Corner wieder gut.  (freshfocus)
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Steve von Bergen, Note 5: Komische Szene, als er den Ball auf dem Boden sitzend nicht wegbrachte. Sonst gewohnt stabil und zweikampfstark.  (KEY)
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Loris Benito, Note 5: Für ihn gilt dasselbe wie für Mbabu: Mit ein bisschen mehr Vorsicht als sonst. Zumal er um die Gefährlichkeit von Gegenspieler Hajrovic wusste. Keine Chance bei dessen Tor und Lattenschuss.  (KEY)
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Christian Fassnacht, Note 5: Er ist nicht in der Form seines Lebens. Hatte aber dennoch massgebenden Anteil am Sieg, als er nach einem YB-Bilderbuch-Konter den Corner herausholte, der zum Millionentor führte.  (imago/Xinhua)
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Djibril Sow, Note 5: Biss sich in dieses Spiel hinein. Man spürte förmlich seinen Willen, keinen Millimeter Maksimir-Rasen kampflos preiszugeben. Schlug den entscheidenden Corner nach Sulejmanis Ausscheiden.  (AP)
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Sékou Sanogo, Note 5: Wie immer gilt für den Ivorer: Kein Vorbeikommen. Zumindest kein schmerzfreies. Verstand seine gelbe Karte nach einem hemdsärmligen Bodycheck nicht. Wir schon. Denn der war reichlich überflüssig.  (imago/Xinhua)
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Miralem Sulejmani, Note 5: Sein Out, so blöd das klingen mag, weckte die Young Boys endgültig! Bis dann bemüht, das Spiel anzukurbeln. Seine Flanke auf Ngamaleu bedeutete die einzige YB-Chance in Halbzeit eins. Konnte im Teamhotel, mit einer Halskrause versehen, seine Kollegen bereits nach vollbrachter Heldentat begrüssen und in die Arme schliessen. Trotz Gehirnerschütterung.  (KEY)
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Nicolas Moumi Ngamaleu, Note 5: Einer der gefährlicheren Berner. Chance nach sieben Minuten, doch sein Kopfball landete genau in Zagoracs Armen.  (AP)
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Guillaume Hoarau, Note 6: Ein Mann, ein Wort. «Ich habe in Bern nicht getroffen. Dann tue ich es eben in Zagreb...» Doppelt. Konzentrierte sich beim wichtigsten Penalty seiner Karriere enorm – und traf. Und stocherte den Ball in Goalgetter-Manier zum 2:1 über die Linie. AirFrance Superstar! 
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Roger Assalé, Note 5: Belebte das YB-Angriffsspiel mit seinem Eintritt entscheidend. Holte den Penalty gegen Leovac raus, als er in Old-School-Manier den Ball links vorbeilegte und sich rechts am Kroaten vorbeiwuselte und diesem so die Chance gab einzuhaken – bis Assalé fiel, Kuipers pfiff und Hoarau traf.  (AP)
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Leonardo Bertone, keine Note: Kam in der 84. Minute für Fassnacht. Zu kurz für eine Bewertung.  (Urs Lindt/freshfocus)
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Michel Aebischer, keine Note: Kam in der 93. Minute für Ngamaleu. Zu kurz für eine Bewertung.  (Urs Lindt/freshfocus)
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«Von fünf Schiris sieht keiner, dass es kein Penalty war!», enerviert sich Bjelica gegenüber «24sata». Für ihn sei das Tackling «sauber» gewesen. Die Leser der kroatischen Boulevardzeitung sind gleicher Meinung. In einer Umfrage mit über 19'000 Teilnehmenden finden 68 Prozent, dass es kein Elfer war.

Es ist nicht die einzige Szene, die Bjelica hadern lässt. Der niederländische Referee Björn Kuipers habe auch zwei Minuten später ein schlechtes Händchen bewiesen.

Kurz vor dem 2:1 der Berner soll Fassnacht ein Hands am eigenen Strafraum begangen haben. Bjelica tobt: «Der Schiedsrichter steht zwei Meter daneben und sieht das nicht!» (sag)