Wie hatte der Franzose nach dem Hinspiel noch gesagt, in welchem er eine Topchance und zwei weitere kleinere hatte liegenlassen? «Ich habe in Bern kein Tor gemacht. Also stehe ich in der Verantwortung, hier zu treffen.» Mit «hier» meinte er das Maksimir-Stadion, in welchem der 34-Jährige dann sogar doppelt traf.

Versprechen eingehalten! «Nicht nur ich habe das getan. Die ganze Mannschaft!» Und dann kommt der Millionenmann (nicht wegen seines Lohnes, sondern wegen der 30 Millionen Bruttoeinnahmen, mit denen YB kalkulieren kann), nicht umhin, auch sich ein bisschen in den Vordergrund zu rücken: «In den grossen Momenten braucht es die Schlüsselspieler. Bei aller Bescheidenheit: Heute war ich einer …»

Und wie! Denn nur schon die Verwandlung eines Penaltys bei diesem Stress, gegen diese Fans, ist eine höchst diffizile Aufgabe. Es war wohl der schwierigste Penalty im Leben des G.H. «Der da war gar nicht einfach, das ist wahr! Ich werde oft aufgezogen, dass ich keine Tore machen, wenn ich die Penaltys nicht schiessen würde. Der hier war wirklich wichtig. Da musste man konzentriert bleiben. Wissen Sie, das ist eine Übung, die ich täglich mache. Es ist ein Innenristschuss. Es ist ein Pass. Und es ist ein Schuss. Ich habe viele geschossen. Ich werde weitere verwandeln. Ich werde vielleicht auch wieder verschiessen. Das gehört zum Spiel. In Zagreb ging er rein. Umso besser.»

Und um so stolzer ist Hoarau auf seine Jungs, als deren «Big Bro» er sich sieht. «Ja, das ist das Wort! Es ist viel Stolz. Auch viel Freude. Heute Abend realisieren wir einen Traum für nicht wenige Spieler von uns. Und für die anderen Leute im Klub. Für die Leute in Bern. Für die Schweiz, ganz einfach. Nun geht es mit den Sternen in den Augen zurück nach Zürich. Toll!»

Spielchen mit SRF-Kern

Wie aufgekratzt Hoarau war, spürte SRF-Interviewer Dani Kern. Frage des Reporters: «Sie waren schon ein Held in Bern. Jetzt sind Sie unsterblich!» Antwort Hoarau: «Ich habe nicht alles verstanden. Aber sagen wir mal einfach «Ja» dazu …» Danach switcht Kern auf Französisch, stellt die Fragen in Hoaraus Muttersprache. Und was macht Schlitzohr Gui? Er antwortet auf Deutsch …

Am Donnerstag um 18 Uhr wird in Monaco bereits ausgelost. Wünscht sich Hoarau Paris Saint-Germain, seinen Ex-Klub? «Ein bisschen Paris, das wäre cool! Ich habe immer gesagt, Paris fehle mir. Im Prinzenpark festzustellen, was sich alles geändert hat, das wäre gut. Denn ich habe gehört, sie hätten eine frische Deko. Eine Rückkehr nach Hause wäre cool.»