Der Doppeladler-Jubel von Xherdan Shaqiri und Granit Xhaka im WM-Spiel gegen Serbien beschäftigt die Schweiz auch 76 Tage danach. Am Dienstag ringen sich die Nati-Stars zu einer Entschuldigung durch – auch wenn Shaqiri mit folgender Aussage die Wogen eher wieder hochgehen lässt: «Klar entschuldige ich mich, falls sich Leute angegriffen fühlten, die das Spiel in den Bergen schauten.»

Und in den nächsten Monaten dürfte die Diskussion sogar noch ein bisschen brisanter werden. Denn Xherdan Shaqiris Liverpool misst sich in der Champions-League-Gruppenphase mit dem serbischen Verein Roter Stern Belgrad. Einen freundlichen Empfang kann Shaq vergessen. Im Gegenteil: «Er wird unter einem unglaublichen psychologischen Druck leiden», gibt Belgrads Sportdirektor Zvezdan Terzic (52) im Interview der serbischen Tageszeitung «Kurir» zu verstehen.

Die Zeitung «Liverpool Echo» berichtet, dass Belgrader Fangruppierungen einen «feindseligen Empfang» für den Zauberwürfel planen. Ein Einschüchterungs-Versuch? Terzic ist jedenfalls überzeugt: «Shaqiri weiss, wo er hinkommt, und deswegen bezweifle ich, dass er kommt.» «Falls er kommt, wird er kleiner als ein Mohnsamen sein», so der 52-Jährige weiter.

Der Schweizer Nationalspieler wird gewarnt.  (KEY)

Im «Marakana», so wird das Stadion von Roter Stern Belgrad genannt, dürfen sich die Reds auf ein hitziges Duell gefasst machen – mit oder ohne den Nati-Star. Terzic beschwichtigt aber: «Wir müssen alles dafür tun, dass Shaqiri das Gefühl hat, Fussball spielen zu können. Es ist unsere Pflicht, ihn zu schützen. Lasst uns gute Gastgeber sein!» (sag)