Der Helvetia-Platz vor dem Volkshaus ist ganz in Weiss. Tausende FCZ-Fans warten, bis sich ihre Cuphelden auf dem Balkon mit der Trophäe präsentieren. Die Stimmung ist ausgelassen und euphorisch. Und bis auf die ­ohrenbetäubend lauten Böller, die wenige Anhänger zünden, auch friedlich.

Zürich ist bereit für seine Cuphelden. Im Gegensatz zu 2016, wo keiner Lust hatte zu feiern, da man kurz zuvor abgestiegen war.

Dann sind sie endlich da, die Helden. Und es wird so richtig heiss! Oben macht FCZ-Urgestein Alain Nef (36) den Anheizer. Oben wird geschrien und gesungen. Unten auch. Und zwischendurch «chlöpft» und raucht es wieder.

Irgendwann brennt und raucht es plötzlich auch auf dem Balkon! Zwei Männer mit Sturmmaske halten eine brennende ­Fackel über die Brüstung. Haben sich zwei «FCZ-Fans» in die Feier geschlichen? Nein! Am Montagmorgen hat die Stadtpolizei ­Zürich ein Strafverfahren gegen Unbekannt eingeleitet. Laut ­Medienchef Marco Cortesi wird gegen die vermummten Pyromanen auf dem Balkon ermittelt.

Am Nachmittag reagiert der Cupsieger mit einer Medien­mitteilung. Darin schreibt er: «Leider haben zwei FCZ-Mit­arbeiter vermummt Pyros auf dem Balkon gezündet. Bei allem Verständnis für die Feierlichkeiten und die ausgelassene Stimmung ver­urteilen wir dieses Verhalten aufs Schärfste. Diese Aktion war dumm und unüberlegt. Das haben die beiden Mitarbeiter auch eingesehen.» Den beiden droht nun nicht nur Ärger von der Justiz. Auch der FCZ wolle sie intern büssen und zur Verantwortung ziehen, wie er schreibt.

Laut BLICK-Informationen handelt es sich bei den beiden Mitarbeitern um die FCZ-Spieler Adrian Winter (31) und Mirlind Kryeziu (21). Die beiden standen Stunden zuvor in Bern auf dem Platz.

Böller verletzt Steward

Negative Aktionen mit Feuerwerkskörpern ereigneten sich auch Stunden vor der Feier noch in Bern. Ein Steward wurde im Stade de Suisse während dem Cupfinal von einem Böller aus dem FCZ-Sektor verletzt. Die Person musste sich danach in ärztliche Behandlung begeben.

Der Schweizerische Fussballverband (SFV) bestätigt den Vorfall. Noch habe man aber keine weiteren Informationen. Wie schwer sich die Person verletzt hat, ist ungewiss.