Vor dem Saisonstart reden FCB-Sportchef Marco Streller und FCB-Boss Bernhard Burgener von der Champions League. Die Königsklasse sei das erklärte Ziel, das Kader stark genug.

Nun, zehn Wochen später, fliegen den beiden ihre vollmundigen Worte um die Ohren. Nach der blamablen Pleite zu Hause gegen PAOK Saloniki hat der FCB auch gegen Apollon Limassol keinen Stich und setzt erst 30 Millionen und nun 10 Millionen Franken in den Sand.

Es ist ein Tiefpunkt für den erfolgsverwöhnten Klub, der in den vergangenen Jahren international Grosses schaffte, nun aber auf den Boden der Tatsachen geklatscht ist. Und die heisst: Mittelmass statt Königsklasse.

FCB-Sportchef Marco Streller.  (Sven Thomann|Blicksport)

Das gilt vor allem für Marco Streller. Er, der als Spieler die Champions-League-Sterne vom Himmel holte und in der letzten Saison auch als Sportchef international brillierte, ist nach dem Aus massiv unter Druck geraten.

Die Erfolge von früher sind aktuell nichts mehr wert, das Kader der Basler ist zu gross und zu teuer, um nur in der Super League zu spielen.

In der Winterpausen dürften Anpassungen vorgenommen werden. Und dann wird in Basel lange Zeit keiner mehr von der Champions League sprechen. Sondern davon, wie man den Scherbenhaufen aufwischen will.