Kurz nach der Landung macht eine Meldung über einen möglichen Abgang von Marco Streller die Runde. «Tritt der FCB-Sportchef zurück?», fragt «Telebasel» nach dem blamablen Europa-League-Aus auf Zypern. Strellers Antwort kommt postwendend: «Nein, ich werde sicher nicht zurücktreten.»

Burgener hält zu Streller

Zuvor hatte FCB-Präsident Bernhard Burgener seinem Sportchef auf «Radio Basilisk» den Rücken gestärkt und gesagt, dass Streller kein Thema sei. «Ich spüre sein Vertrauen», so der langjährige Nati-Stürmer. Für ihn sei der Posten als Sportdirektor mehr als nur ein Job. «Das ist der Klub meines Herzens. Natürlich geht das Ganze nicht spurlos an mir vorbei. Ich leide, will den Erfolg.»

Dieser bleibt unter seiner Ägide bislang aus, nach dem verpassten Meistertitel scheitert der FCB zum ersten Mal nach 17 Jahren in der Euro-Quali. «Die Enttäuschung ist gross», sagt Streller. «Wir werden die Situation in der Nati-Pause analysieren.»

«Herz auf der Zunge»

Vor der Saison spricht der Sportchef noch vollmundig von der Champions League, nun fliegen ihm seine Worte um die Ohren. «Ich trage das Herz auf der Zunge und habe zu forsch kommuniziert», sagt Streller selbstkritisch.

Die Realität heisst Super League und Schweizer Cup. «Wir sind in der aktuellen Situation nicht so vermessen, zu sagen, wir greifen YB an. Aber wir wollen bis zum Schluss um die Meisterschaft kämpfen.»

Am Sonntag haben die Basler die Möglichkeit, sich ein wenig für die Blamage auf Zypern zu rehabilitieren. Der Gegner zuhause im Joggeli: Thun.