Als Albian Ajeti am Donnerstagabend das entscheidende 1:0 gegen Vitesse Arnheim schoss, lachte FCB-Coach Marcel Koller noch übers ganze Gesicht. Dank zwei 1:0-Siegen gegen die Holländer lebt der Traum von der Europa League, die als Minimalziel herausgegeben wurde.

Doch das Lachen verging Koller ziemlich schnell wieder. Auf den FCB warten nach fünf Spielen in vierzehn Tagen weitere englische Wochen. Vor allem die Cuppartie vom Samstag in Montlingen SG stösst dem Coach sauer auf. «Was der Verband macht, ist eine Zumutung.» Tatsächlich hat der FCB nicht einmal 48 Stunden Zeit zwischen der Partie vom Donnerstagabend und derjenigen am späten Samstag. Das Spiel wurde vom Verband wegen Sicherheitsüberlegungen und weil das Schweizer Fernsehen live überträgt auf Samstag, 18 Uhr terminiert.

Nächsten Donnerstag spielt der FCB dann gegen Apollon Limassol. Und am folgenden Sonntag in Zürich gegen den FCZ.

Bereits am Samstag geht es für Koller und seine Jungs im Cup weiter.   (Keystone)
Ein ordentliches Mannschaftstraining liegt nicht drin

Während die Spieler es mögen, alle drei Tage zu spielen ist der Trainer weniger begeistert. Koller konnte mit dem Team bisher erst fünfmal richtig trainieren. Weil am Tag nach den Spielen alle Eingesetzten eine Pause brauchen. Und Koller erinnert daran, dass «der zweite Tag der Regeneration am meisten Probleme bereitet». Doch dann steht der FCB wie gesagt bereits wieder auf dem Platz. Zwar nur gegen den Rheintaler 2. Ligisten Montlingen. Und auch wenn Koller dort ganz heftig rotieren wird, ein ordentliches Mannschaftstraining liegt natürlich auch da nicht drin.

Denn es gibt schon noch das Eine oder Andere zu verbessern im Spiel der Basler. Sagt Koller ja selber: «Wir machen zu viele Flüchtigkeitsfehler. Unser Überzahlspiel war gegen Vitesse nicht gut. Da brauchen wir mehr Bewegung.»

Aber wie soll er ihnen das Positionsspiel beibringen, wenn alle drei Tage gespielt wird?