Noch nie eine Schlagzeile der Vereine San Marinos, Kasachstans oder Armeniens in den europäischen Fussball-News gefunden? Dies könnte sich bald schon ändern: Die Uefa wird wohl eine dritten europäischen Klub-Wettbewerb einführen. Bereits im August wurden die Pläne bekannt, jetzt konkretisiert sich das Vorhaben.

Auf dem Meeting der in der European Club Association (ECA) organisierten Vereine bestätigt ECA-Präsident Andrea Agnelli das Projekt: «Die Zustimmung des UEFA-Exekutivkomitees vorausgesetzt, wurde grünes Licht gegeben», sagt der Juve-Präsident am Dienstag.

Demnach solle ab der Saison 2021/22 ein dritter Wettbewerb zusätzlich zur Champions League und zur Europa League ausgetragen werden. Der neue UEFA-Zyklus startet 2021 und läuft bis 2024.

Aufwertung der Europa League

So sollen künftig je 32 Teams an den drei Turnieren teilnehmen. Das bedeutet: Die Europa League wird von derzeit 48 Startern reduziert, wodurch ihre Attraktivität im Schatten der Königsklasse gesteigert werden soll.

Zudem gilt das Vorhaben als Entgegenkommen von UEFA-Chef Aleksander Ceferin an die kleineren der 55 nationalen Verbände. Diese wollen ihre Vereine noch mehr auf europäischer Ebene präsentieren. In den kommenden Wochen will die UEFA darüber beraten, wie sich die Klubs über ihre heimischen Ligen für den neuen Wettbewerb qualifizieren können.

Definitiver Beschluss bis Ende Jahr

Noch fehlt die Absegnung durch das Uefa-Exekutivkomitee, dem ECA-Präsident Agenlli als Mitglied beisitzt. «Bis zum Jahresende» werde eine «endgültige Entscheidung über die Zukunft der Klubwettbewerbe» erwartet, verkündet die ECA in einer Presseerklärung.

Das höchste Organ des europäischen Klub-Fussballs trifft sich in diesem Jahr noch am 27. September in Nyon und am 3. Dezember in Dublin. Eine definitive Entscheidung dürfte an einem der beiden Termine zu erwarten sein. (dad)