Heute beginnt auch für die Nati die neu geschaffene Nations League. Es ist positiv, dass man diese statt Testspielen ausrichtet. Man hat mit Island und Belgien starke Gegner, es geht um einen EM-Platz. Aber von der Bedeutung her ist die Nations doch unter der EM-Qualifikation, die am 1. Dezember ausgelost und nächsten März gestartet wird, anzusiedeln.

Nur: Für unsere Nati gibt es im Moment keine unwichtigen Partien. Das gilt für das Spiel heute gegen Island und auch für den Test am Dienstag in England. Es geht um positive Ausstrahlung und den Versuch, die Nati nach dem Bruch von Russland wieder näher an die Fans zu bringen.

Da kann Trainer Vladimir Petkovic noch so lange schwärmen, wie viel gutes Feedback er für die WM-Kampagne hatte. Man darf es ihm sogar glauben: Welcher Passant sagt schon dem Nati-Trainer ins Gesicht, wie sehr ihm der Schweizer Auftritt missfallen hat?

Mit der Pressekonferenz vom Dienstag, wo sich alle Spieler stellten, hat der SFV einen ersten Schritt Richtung Öffnung gemacht. Aber um den blut­leeren Auftritt im WM-Achtel­final gegen Schweden und die Doppeladler-Diskussion verstummen zu lassen, braucht es in diesem Herbst vor allem eines: Siege.