Er hätte in die Schweiz zurückkehren können, hatte Angebote aus der Super League. Doch Jérémy Guillemenot entscheidet sich für Österreich. Rapid Wien. «Ein grosser, ein mystischer Klub. Als ich zum ersten Mal im Stadion war, hatte ich Hühnerhaut.»

Ex-YB-Sportchef Fredy Bickel lotst den Genfer in die österreichische Metrople. «Fredy wollte mich damals mit 18 schon von Servette zu YB holen!» Doch statt nach Bern wechselt Guillemenot nach Barcelona. Messi und Neymar statt Adi Hütter und Stéphane Chapuisat. In die erste Mannschaft reichts dem Stürmer nicht, trotzdem kommt er in Kontakt mit den ganz Grossen des Weltfussballs. Neymar oder der französische Weltmeister Umtiti beispielsweise seien coole, offene Typen, sagt Guillemenot.

«Es gibt viele gute Spieler in der Schweiz»

Mittlerweile sei das Kapitel Barcelona aber abgeschlossen. Obwohl er bei Barça noch einen gültigen Vertrag besitzt, wechselt er zu Rapid. «Die Verantwortlichen haben mich überzeugt.» Gespielt hat der 20-Jährige bislang erst ein paar Minuten, er sei später in die Vorbereitung eingestiegen als seine Teamkollegen.

Obs für das Spiel mit der U21-Nati heute (17 Uhr) gegen Bosnien reicht? «Ich weiss nicht, die Konkurrenz im Sturm ist gross, es gibt viele gute Spieler in der Schweiz!» Dass er einst für die Nati und nicht für die Heimatländer seiner Eltern, Frankreich und Portugal, auflaufen wird, verstehe sich von selbst, so Guillemenot. «Für die Schweiz zu spielen und vor dem Anpfiff die Hymne zu singen, macht mich stolz!»