Der neue FCB-Trainer Marcel Koller hat sich bislang nicht als glühender Anhänger von Dimitri Oberlins Qualitäten geoutet. Nur einmal, beim 4:2-Sieg gegen GC, steht der bald 21-Jährige in der Startformation, seither ist Oberlin bloss Reservist.

«Körperlich nicht fit genug»

Woran liegts? «Ich bin körperlich noch nicht fit genug, hatte mit kleineren Blessuren zu kämpfen, deshalb habe ich zuletzt nicht so oft gespielt.» Das wichtige Euro-League-Hinspiel gegen Apollon Limassol lässt Oberlin gar freiwillig sausen und spielt stattdessen mit der Basler U21 gegen Bavois. «Ich muss mich gut fühlen, um gut zu spielen. Deshalb habe ich dem Trainer vor dem Spiel gegen Apollon gesagt, dass ich gerne mit der U21 spielen würde, um Spielpraxis zu sammeln.»

Jener Mann, der im Frühling für 5 Millionen Franken von Red Bull Salzburg übernommen wurde. Jener Mann, den FCB-Präsident Bernhard Burgener mit dem ägyptischen Super-Star Mohamed Salah verglichen hatte, spielt in der waadtländischen Provinz. «Dass mich Herr Burgener mit Salah verglichen hat, ist schön, aber ich bin noch am Anfang meiner Karriere und muss noch viel an mir arbeiten», sagt Oberlin selbstkritisch.

Konkurrenz beim FCB ist riesig

Im Frühling noch bietet Nationaltrainer Vladimir Petkovic den pfeilschnellen Angreifer für die A-Nati auf, gegen Griechenland gibt Oberlin sein Debüt. «Ein spezielles Gefühl, ich war sehr, sehr glücklich und stolz.»

Vorallem, weil er für Breel Embolo eingewechselt wurde. Einer seiner besten Freunde. «Breel ist wie ein Bruder für mich, wir sprechen viel miteinander, er hilft mir sehr und ich helfe ihm, wenn es nötig ist. Dass er mein Konkurrent im Sturm ist, stört mich nicht. Konkurrenz gibt es im Fussball überall.»

Auch in der U21-Nati. Dort ist Oberlin Anfang Woche eingerückt, obs für einen Einsatz morgen gegen Bosnien reicht?