Wer Christian Constantin kennt, weiss, dass er Leistungen wie jene im Letzigrund gegen den vor dem Spiel Tabellenletzten nicht einfach so hinnimmt. Mit diesem 1:2 hat der FC Sion nun von fünf Spielen drei verloren. Eine völlig inakzeptable Bilanz für die hochtrabenden, präsidialen Pläne.

War das Spiel beim FC Basel noch gut, die Niederlage unglücklich, so konnte man das vom Auftritt bei GC nicht sagen. Dass nach vorne nicht viel gehen würde, wenn mit dem wiedergenesenen Xavier Kouassi, dem noch Trainingsrückstand aufweisenden Ex-Barcelona-Star Alex Song und Talent Bastien Toma gleich drei Sechser (!) das zentrale Mittelfeld bilden, war absehbar. Dazu war Lust- und Laune-Fussballer Carlitos ein Ausfall. Dies alles warf Fragen auf.

«Ich habe mich für die Gelbschwarzen enorm gefreut»

So machte CC das in solchen Fällen übliche Kürzestfazit für dieses Spiel. «Es war Sch…!» Und wollte von Maurizio Jacobacci und seinen Assistenten wissen, wie denn diese Leistung zustandegekommen sei. «Ich habe sie zitiert», sagt CC. Und es seien, wie er sagt «Spannungen» aufgekommen.

Ins Detail geht er nicht. Aber es ist klar: Noch solch eine Leistung darf Sion unter Jacobacci nicht abliefern, sonst wird es eng für den Trainer. Schon am Samstag muss die Qualität des Gebotenen ganz anders sein. Jetzt, da just Meister YB kommt. Frischgebackener Champions-League-Teilnehmer. «Ich war am Dienstag YB-Fan und habe mich für die Gelbschwarzen enorm gefreut. Gratulation!»

Gegen YB zurück auf die Siegerstrasse?

Dennoch sollte Jacobacci gegen die aktuell übermächtige Schweizer Mannschaft besser nicht verlieren. Und wenn, dann nur nach einem heroischen Champions-League-würdigen Kampf.

Derweil CC seinem Coach das nächste brasilianische Talent hingestellt hat: Cleiton Monteiro (19), genannt Itaitinga. Der Neunzehnjährige kommt vom brasilianischen Verein Tiradentes. CC hat ihn für fünf Jahre verpflichtet. Vielleicht sucht er noch in letzter Sekunde einen erfahrenen Stürmer. Und einen Innenverteidiger.