Enttäuschende Hinrunde hin oder her: Heute Nachmittag gilts für die YB-Spieler wieder ernst. Die Winterpause ist vorbei, das Mannschafts-Training beginnt wieder.

Doch einer fehlt: Von Renato Steffen (24) fehlt beim Trainings-Auftakt jede Spur. «Die sportliche Führung hat entschieden, dass es keinen Sinn hat, wenn Steffen mit der ersten Mannschaft trainiert», sagt YB-Sprecher Albert Staudenmann zu BLICK. Es sei ein offenes Geheimnis, dass Steffen bei YB keine Zukunft mehr habe.

Der Hintergrund: Steffen will seinen im Sommer auslaufenden Vertrag nicht verlängern. Jetzt will YB wenigstens noch eine Ablösesumme für den abwanderungswilligen Flügel herausschlagen. Steffen seinerseits muss spielen – vor allem, wenn er sich Hoffnungen auf eine Teilnahme an der EM in Frankreich im Sommer machen will.

Eine Ausgangslage, die in den letzten Wochen absurde Blüten trieb: Beim Weihnachtsessen der Young Boys wurde Steffen von YB-Sportchef Fredy Bickel vor versammelter Mannschaft in den Senkel gestellt. Steffen habe ihm unter vier Augen gesagt, dass er nicht daran glaube, mit der Mannschaft die angestrebten Ziele erreichen zu können.

Das Tischtuch zwischen dem Klub und Steffen und dessen Berater Pius Minder ist definitiv zerschnitten. Darum sei es für beide Seiten das Beste, wenn Steffen für sich trainiere, heisst es bei YB. Das darf er nach aktuellem Stand auf dem YB-Gelände mit persönlichem Trainer tun. Ob er dies ab nächster Woche mit der zweiten Mannschaft tut, die dann in die Rückrunden-Vorbereitung steigt, ist noch offen. (eg/mb)