Es ist die letzte Aktion vor der Pause, die den St. Gallen-Fans den Kragen platzen lässt. Aus dem letzten Corner vor der Halbzeit entsteht nicht etwa Torgefahr – sondern unter einem gellenden Pfeifkonzert ein Rückpass von Mario Mutsch zu Goalie Daniel Lopar!

Die Szene ist symptomatisch. Fürs ganze verkorkste Spiel gegen Vaduz (0:2) im Allgemeinen und für die Eckbälle im Speziellen. Von sechs Cornern gelingt nur einer, als Karim Haggui die Chance zum Einköpfen knapp verpasst (26.).

Der Rest ist ein Best-of von Peinlich-Cornern. Viel zu lang. Zu hoch. Oder einfach flach dem ersten Vaduzer in die Füsse. Diese Pannen-Show ist auch Trainer Joe Zinnbauer nicht entgangen. «Das ist eine gute Frage», sagt er, als ihn BLICK auf die Gründe dieser mies ausgeführten Corner anspricht.

Dann erklärt Zinnbauer: «Das haben wir wieder mal schlecht gemacht. Dabei haben wir uns noch speziell auf diese Sachen vorbereitet. In der Länderspielpause haben sich meine Assistenten extra damit beschäftigt.» Genützt hat es im Vaduz-Spiel nichts. Zum zehnten Mal in Folge bleibt der FCSG im Nachbarschafts-Derby sieglos!