Wie langjährige Kumpels schäkern Lugano-Goalie David Da Costa und Guillermo Abascal nach Abpfiff in den Katakomben der Stockhorn-Arena. Da Costa lacht, als habe ihm sein Trainer soeben einen schmutzigen Witz erzählt. Was genau die beiden besprochen haben, will der Goalie aber nicht verraten: «Das bleibt unter uns!»

Da Costa führt Lugano gegen Thun aufs Feld.  (Freshfocus)

Nun, viel zu lachen hatte der 32-Jährige unter Abascal zuletzt nicht. Lugano geht mit Noam Baumann als Nummer 1 in die Saison, gegen Thun steht aber völlig überraschend Da Costa zwischen den Pfosten. Wann er davon erfahren hat? «Eine Stunde vor dem Spiel.» Das mache Abascal immer so, so der 32-Jährige. «Um die Spannung möglichst lange hochzuhalten.»

Das Resultat gibt dem Trainer Recht, Lugano entführt einen schmeichelhaften Punkt aus dem Berner Oberland, aufgrund der Chancenverhältnisse hätte es eigentlich nur einen Sieger geben können: Den FC Thun, Spielmann, Karlen und Co. vergeben aber beste Chancen auf den Sieg. Thun-Captain Hediger: «Uns hat die Effizienz gefehlt.»

Da Costa ists egal: «Vor zwei Wochen haben wir beim 2:2 gegen GC in letzter Sekunde zwei Punkte verloren, jetzt haben wir einen gewonnen.» Damals steht Baumann zwischen den Pfosten. Und am nächsten Wochenende, wenns gegen Da Costas Stammklub Zürich geht? «Ich hoffe, dass ich dann spielen werde.» Erfahren tut er es erst eine Stunde vor Anpfiff.