Dem FC Zürich fehlen die Tore. Fünf Treffer in sechs Partien sind zu wenig. Im «Heimspiel»-Talk bei Teleclub analysiert Experte Rolf Fringer die Torflaute der Zürcher.

Der Stadtklub hätte nach dem Wechselwirrwarr um Michael Frey früher reagieren müssen. «Wenn man Michi kennt, dann hätte man gewusst, dass er nicht mehr bei Zürich sein würde, wenn Fenerbahce ihm Honig um den Mund gestrichen hat. Man hat gewusst, dass man bei ihm eine andere Lösung finden muss. Ich will nicht sagen, dass es naiv ist. Aber man hätte das vielleicht antizipieren müssen», sagt Fringer in Richtung FCZ-Präsident Ancillo Canepa, der neben Nati-Legende Georges Bregy und BLICK-Fussballchef Andreas Böni ebenfalls am Experten-Tisch sass.

«Wir haben mit Michi das Gespräch gesucht», wehrt sich Canepa. Dieser habe gesagt, wieder alles für den Klub geben zu wollen. Ausserdem «haben wir mehrere Spieler, die in der Sturmspitze spielen können», so Canepa weiter. «Kololli beispielsweise hat in Lausanne am meisten Tore geschossen.» Beim FCZ hat der Westschweizer bisher aber nur im Cup beim 6:0-Sieg gegen Zweitligist Concordia getroffen.

Canepa und Fringer? Da war doch was. Jahrelang hatten der FCZ-Präsident und sein ehemaliger Trainer Fringer wegen eines Lohnstreits nur noch vor Gericht miteinander geredet. Passé. Längst haben sich die beiden versöhnt. Gestritten wird nun nur noch über sportliche Dinge.

Möglicherweise gehört auch die Torflaute der Zürcher bald der Vergangenheit an. Letzte Woche verpflichtet der Cupsieger Lugano-Stürmer Assan Ceesay. Sein Debüt wird der 24-Jährige nach der Nati-Pause geben. Ob der dann den FCZ zurück auf die Erfolgsspur schiesst?