«Wir waren den grössten Teil des Spiels die bessere Mannschaft», sagt ein trauriger Ivan Rakitic unmittelbar nach der Siegesfeier zu «SRF». «Sie haben wenig fürs Spiel gemacht, aber so ist der Fussball manchmal.»

Dennoch gratuliert der 30-Jährige Weltmeister Frankreich. Und ihm ist bewusst, was sein Team gerade geleistet hat: «Ein zweiter Platz für ein Land wie Kroatien ist unglaublich», ist Rakitic stolz. «Das Team könne kaum erwarten, in Kroatien anzukommen.»

Auf die Frage hin, ob sie jetzt Nationalhelden seien, entgegnet Rakitic: «Ich hätte lieber den Pokal und wäre dafür kein Nationalheld.»

«Sogar der Himmel war traurig»

Ein unrealistisches Szenario. Ganz real sei allerdings die Tatsache, dass sie die Weltmeister der Herzen seien. «Alle waren für Kroatien», so Rakitic. «Es regnete am Ende, sogar der Himmel war traurig.»

Trotz seiner Erschöpfung reichts noch für eine Kampfansage: «Irgendwann wird es für Gold reichen», kündigt der Barça-Star an. Im Moment sei er aber vor allem kaputt. «Fast schon übertrieben, fast schon zu viel», so Rakitic. «Aber am Dienstag gehts in die Ferien.»

Grüsse in die Schweiz

«Ich gratuliere der Schweizer Nati für ihr Turnier und bedanke mich bei allen Fans in der Schweiz», schliesst der Mann aus Möhlin AG ab. «Es war vor allem ein unglaublich schöner Monat.»

Ins selbe Horn bläst auch Kroatiens Nationaltrainer Zlatko Dalic. «Ich bin sehr zufrieden mit der Mannschaft, aber ein bisschen Bedauern bleibt», sagt der 51-Jährige. «So ist halt Fussball.» (sih)