Mit grosser Spannung wurde die heutige Pressekonferenz des deutschen Bundestrainers Joachim Löw und Teammanager Oliver Bierhoff erwartet. Sogar die «ARD» überträgt die Medieninformation zur Mittagszeit live. Das Thema: die Aufarbeitung der debakulösen WM Deutschlands und die Zukunftsaussichten sowie das neue Kader.

Löw zeigt sich bei der Analyse selbstkritisch. Er habe dominanten Ballbesitzfussball sehen wollen. «Ich wollte das auf die Spitze treiben, das perfektionieren. Da war ich fast arrogant, da gibt es nichts zu beschönigen», sagt der 58-Jährige. Das sei sein allergrösster Fehler gewesen.

Das Abschneiden an der WM in Russland sei der «absolute Tiefschlag» gewesen. «Wir müssen flexibler, stabiler sein. Ich bin in Russland zu viel Risiko gefahren», so Löw.

Joachim Löw stellt sich am Mittwochmittag den Medien.   (imago/Eibner)
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Der Bundestrainer räumt Fehler ein.   (imago/Eibner)
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Grosses Interesse an der DFB-Pressekonferenz.   (imago/Eibner)
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Eine genaue Analyse der verpatzten WM wird präsentiert.   (imago/Sven Simon)
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Dann gibt Löw auch das Kader bekannt für die anstehenden Länderspiele.   (imago/Sven Simon)
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Thilo Kehrer, …   (AFP)
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… Kay Havertz und …   (AFP)
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… Nico Schulz sind die Neulinge des Teams.   (AFP)
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Leroy Sané ist zurück im Kader.   (REUTERS)
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Dafür Sami Khedira nicht.   (AFP)
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Für die Zukunft baut der Süddeutsche auf ein altbewährtes Mittel: «Es ist wahnsinnig wichtig, dass wir eine gute Achse haben. Das Fundament ist die Mischung aus Erfahrung und jungen Spielern. Wir haben fünf Spieler, die etwas älter sind: Hummels, Boateng, Kroos, Neuer und Müller. An denen müssen sich die jungen Spieler orientieren können.»

Für Deutschland steht am 6. September ein Nations-League-Spiel gegen Weltmeister Frankreich an. Drei Tage später gehts in einem Test gegen Peru. Dafür hat Löw erste zukunftsorientierte Kaderveränderungen vorgenommen. Mit Kai Havertz (Leverkusen), Thilo Kehrer (PSG) und Nico Schulz (Hoffenheim) sind drei Neue dabei. Dafür verzichtet Löw auf Sami Khedira. Zurück im Kader ist Leroy Sané.

Ilkay Gündogan ist nach der Affäre um ein Foto mit dem türkischen Staatspräsidenten Erdogan ebenfalls im Kader. «Ich weiss, dass er sich mit unseren Werten identifiziert. Für die kommenden Jahre sehe ich ihn als wichtigen Spieler.» (leo)

Deutschlands Kader für die anstehenden Spiele

Tor: Neuer (Bayern), Ter Stegen (Barcelona).

Verteidigung: Boateng (Bayern), Ginter (Gladbach), Hector (Köln), Hummels (Bayern), Kehrer (PSG), Kimmich (Bayern), Rüdiger (Chelsea), Schulz (Hoffenheim), Süle (Bayern), Tah (Leverkusen).

Mittelfeld/Sturm: Brandt (Leverkusen), Draxler (PSG), Goretzka (Bayern), Gündogan (ManCity), Havertz (Leverkusen), Kroos (Real), Müller (Bayern), Petersen (Freiburg), Reus (Dortmund), Sané (ManCity), Werner (Leipzig).