Haris Seferovic (26) ist bisher als Nati-Sturmspitze gesetzt. Gut möglich, dass sich nach der Vorstellung gegen Serbien die Hackordnung ändert und Seferovic am Mittwoch gegen Costa Rica auf die Bank muss.

Haris Seferovic war unter Vladimir Petkovic lange Zeit in der Startformation gesetzt.  (KEY)

Denn der Stürmer sieht in Halbzeit eins kaum einen Ball, sein Ersatz Mario Gavranovic ist nach der Pause viel stärker eingebunden, spielt zudem den Traum-Assist zum 2:1. Es ist die WM-Première des 28-jährigen Tessiners, nachdem er sich vor vier Jahren an der WM in Brasilien das Kreuzband riss.

Haben Sie sich Ihren Einstand so erträumt? Gavra zu BLICK: «Eigentlich habe ich geträumt, dass ich das entscheidende Tor schiesse. Aber so ist es natürlich auch toll. Wir haben den wichtigen Sieg geholt. Ich bin gut ins Spiel gekommen, hatte viele Aktionen. Und dass ich den Assist fürs entscheidende Tor geben konnte, ist ja auch sehr speziell.»

in der 90. Minute zum Sieg!

Rechnet er nach dieser Vorstellung gegen Costa Rica nun damit, dass er von Beginn weg aufläuft? Gavranovic: «Darüber mache ich mir keine Gedanken. Ich fühle mich gut und bin bereit. Aber ich bin sicher, alle 23 sind bereit, wenn der Trainer ruft!»

Gavra zeigte nach seiner Einwechslung gegen Serbien eine starke Partie.  (TOTO MARTI)

Seferovic habe ihm in der ersten Halbzeit fast ein wenig leid getan, sagt der Zagreb-Goalgetter. «Haris hat fast keine Bälle bekommen. Nur hohe Bälle, das war nicht einfach alleine gegen die beiden grossen Innenverteidiger. Alle haben nicht gut gespielt. Sie waren besser und präsenter.»

Seferovic selbst sagt: «Ich war nicht gut. Aber keiner war gut von hinten bis vorne. Ich denke, in der ersten Halbzeit wäre es egal gewesen, wer spielt. Wir waren einfach nicht präsent. Und die Serben haben es sehr gut gemacht. Gut verteidigt und uns keine Räume gelassen.»

Seferovic sieht nach seiner Auswechslung, wie seine Kollegen mehr als eine Schippe drauf legen. Die Serben dominieren und zwei Tore schiessen. «Ein Lob an die Mannschaft, wir haben verdient gewonnen. Serbien hat nachgelassen, wir hatten mehr Räume und es sehr gut gespielt.»

Dass sein Sturmkonkurrent einen tollen Auftritt hinlegt und herrlich fürs Shaqiris Siegtreffer auflegt, freut Seferovic. «Ich hätte Gavra auch ein Tor gegönnt! Das ist doch normal.»

Und was, wenn er jetzt gegen Costa Rica Gavranovic Platz machen und auf die Bank muss? Seferovic fair: «Es wäre kein Problem für mich, wenn ich auf die Bank müsste! Von mir aus soll jeder eine Chance bekommen, der sie sich erarbeitet. Ich gönne es jedem, der spielt! Aber klar will ich spielen, wie alle.»