In der Moto2-WM sind die meisten Plätze für nächste Saison schon besetzt. Zum Leidwesen von Dominique Aegerter (27) und Jesko Raffin (22), die beiden Schweizer sind noch immer auf Jobsuche für 2019.

Doch jetzt kommt wegen des entlassenen Töff-Irren Romano Fenati (22) plötzlich nochmals Bewegung ins Fahrerkarussell. Der Italiener wurde nach seiner lebensgefährlichen Bremsen-Aktion bei 200 km/h sowohl vom aktuellen Marinelli-Snipers-Team als auch von seiner nächstjähriger MV-Agusta-Mannschaft per sofort rausgeschmissen – und beendete danach per sofort seine Karriere .

Die Rückkehr der einst schillernden Marke MV Agusta ist in Italien eine grosse Sache, Firmen-Boss Giovanni Castiglioni sagte: «Ein Fahrer, der zu so einer Aktion fähig ist, kann niemals die Werte unserer Marke vertreten.»

Aegerter war bereits auf der Liste

Verrückt: Fenati wäre 2019 ausgerechnet Teamkollege seines «Bremsen-Gegners» Stefano Manzi geworden! Nun ist sein Platz wieder frei. Schnappt ihn sich Aegerter, der verzweifelt auf der Suche nach einem neuen Team ist? Der Rohrbacher stand wie auch Tom Lüthi bei MV Agusta bereits auf der Liste, ehe Fenati verpflichtet wurde.

Dominique Aegerter ist der best platzierte Moto2-Pilot, der noch keinen Job hat.  (freshfocus)

Aegerter steht in der WM trotz zwei verpassten GPs (Verletzung) auf Rang 17 und hat siebenmal gepunktet, Fenati als Klassen-Neuling bisher erst zweimal. Und Domi ist der erfahrenste Pilot in der mittleren WM-Klasse.

«Ich will in der Moto2 bleiben», sagt Aegerter seit Wochen. Mit Raffin hat er nun aber Konkurrenz aus dem eigenen Land. Der Zürcher zeigte bei seiner Rückkehr in die WM in Misano das Rennen seines Lebens, fuhr vom letzten Platz auf Rang 15.

Raffin ist auf dem Weg zum EM-Titel, hat trotz erst 22 Jahren schon 57 Moto2-GP auf dem Buckel. Was macht jetzt MV Agusta, das sich für die Rückkehr mit dem Forward-Team verbündete und seine künftigen Renn-Maschinen bei Töff-Hersteller Eskil Suter in Turbenthal ZH bauen lässt?