Der zweite Ruhetag ist durch. Ein Zeitfahren (32 Kilometer), drei Berg- und zwei Flachetappen stehen bei der Vuelta ab Dienstag noch an. Gerade einmal 43 Sekunden trennen die Top 4 im Gesamtklassement (siehe unten).

Der vielleicht interessanteste Fahrer unter ihnen: Miguel Angel Lopez (24) aus Kolumbien. «Wir sind alle ungefähr gleich stark», sagt der Astana-Profi. Sein Problem: Die Schwäche im Kampf gegen die Uhr. Da hilft ihm – anders als in den Bergen – auch kein Teamkollege.

Doch Lopez ist bereit, zu leiden. So wie er bereits vor acht Jahren leiden musste. Der damals 16-Jährige wurde beim Training gewaltsam gestoppt, zwei Diebe wollten sein Rad stehlen. Doch Lopez wehrte sich. Mit Folgen: Einer der Männer bohrte ein Messer in sein Bein. Lopez gelang die Flucht, trat trotz der Verletzung wenig später bei der «Vuelta a Colombia Juventud» an. Da erzählte ein TV-Kommentator Lopez' Geschichte – prompt war Lopez der Spitzname «Superman» sicher.

Zusammen mit dem noch talentierteren Egan Bernal (21, Team Sky) ist er die grosse Rad-Hoffnung Kolumbiens. Im Andenstaat hofft man, dass einer von ihnen das schafft, was ihren Landsleuten Nairo Quintana (28) und Rigoberto Uran (31) partout nicht gelingen will: Der Sieg bei der Tour de France. So weit ist Lopez nicht. Vielleicht noch nicht.

Die Vuelta-Gesamtwertung

Nach 15 von 21 Etappen.

1. Simon Yates (Gb) 64:13:33
2. Alejandro Valverde (Sp) +0:26 Sek.
3. Nairo Quintana (Kol) +0:33
4. Miguel Angel Lopez (Kol) +0:43
5. Steven Kruijswijk (Hol) +1:29

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