Etappe für Etappe zum Nachlesen im Ticker Yates feiert Vuelta-Sieg – Italienern gehört letzter Tag

21:11 | 16.09.2018

Die Vuelta 2018 ist Geschichte – Simon Yates der grosse Sieger! Alle Sieger, Verlieren und die wichtigsten Geschichten der diesjährigen Spanien-Rundfahrt können Sie hier Etappe für Etappe im BLICK-Vuelta-Ticker nachlesen.

Liveticker

Die Schlussklassemente der Spanien-Rundfahrt 2018

Gesamt
  1. Simon Yates (Gb, 26) 82:05'58''
  2. Enric Mas (Sp, 23) +1'46''
  3. Miguel Angel Lopez (Kol, 24) +2'04''
Die Schweizer: 55. Reto Hollenstein (33) +2:04'03'', 118. Michael Albasini (37) +4:15'40''
Punkte
  1. Alejandro Valverde (Sp, 38) 131 Punkte
  2. Peter Sagan (Slk, 28) 119 Punkte
  3. Elia Viviani (It, 29) 105 Punkte
Berg
  1. Thomas De Gent (Bel, 31) 95 Punkte
  2. Bauke Mollema (Ho, 31) 83 Punkte
  3. Luis Angel Mate (Sp, 34) 64 Punkte
 
 
21. Etappe: Alcorcon – Madrid (112,3km)

Schluss geht an Italiener – Yates der grosse Sieger

Die letzte Etappe muss sich wie ein Dessert anfühlen: «Nur» gut 100 Kilometer lang ist das Schlussstück nach Madrid – und der Gesamtführende wird traditionell nicht mehr angegriffen. Der Sprint-Sieg geht an den Italiener Elia Viviani, er schlägt Peter Sagan (Slk) und macht den Sieges-Hattrick an dieser Spanien-Rundfahrt perfekt. Mit Giacomo Nizzolo (3.), Simone Consonni (7.) und Matteo Trentin (8.) fahren drei Landsleute Vivianis in die Top Ten – ein italienischer Tag zum Schluss. Bei der Feier die grosse Kelle rühren dürfen aber die Briten: Sie Stellen mit Simon Yates vom australischen Mitchelton-Scott-Team den Gesamtsieger der diesjährigen Vuelta.
 
 
20. Etappe: Escaldes-Engordany–Coll de la Galina (106 km)

Yates führt Briten-Serie weiter 

Der Sieg an der Vuelta ist Simon Yates (26) nicht mehr zu nehmen. Der Brite verteidigt auf der zweitletzten Etappe seine Führung in der Gesamtwertung. Er erreicht in der entscheidenden Bergetappe das Ziel als Dritter und geht somit mit 1:46 Minuten Vorsprung auf Enric Mas (Sp) in die Schlussetappe nach Madrid. Auf dieser wird traditionell wie bei der Tour de France der Führende nicht mehr attackiert. Die Etappe für sich entschieden hat Mas 23 Sekunden vor Miguel Angel Lopez (Kol) und Yates. Reto Hollenstein kommt als 48. mit gut 13 Minuten Rückstand ins Ziel. Michael Albasini als 131. verliert eine gute halbe Stunde. Yates führt damit die britische Siegesserie bei den grossen Rundfahrten fort. Es ist bereits der fünfte britische Grand-Tours-Sieg in Serie. Den Giro 2018 hat Chris Froome gewonnen, die Tour gewann Geraint Thomas. Damit siegen erstmals in der Geschichte drei verschiedene Fahrer aus dem gleichen Land bei den drei grossen Rundfahrten. Yates selber übersteht mit dem Sieg ein Trauma. Schon beim Giro hat der Mitchelton-Scott-Fahrer bis kurz vor Schluss die Gesamtwertung angeführt. Erst auf der 19. Etappe brach er furchtbar ein und verlor 39 Minuten auf Froome.

 
Gesamtwertung: 1. Simon Yates (GB) 79:44:30 Stunden. 2. Enric Mas (Sp) +1:46. 3. Miguel Angel Lopez (Kol) +2:04. – Die Schweizer: 56. Reto Hollenstein 2:04:03. 118. Michael Albasini 4:15:40.

19. Etappe: Lleida – Coll de la Rabassa (154,4 km)

Pinot triumphiert – und starker Yates baut Gesamtführung aus

Am Schluss dieser 19. Vuelta-Etappe wartet auf die Fahrer das grösste Stück Arbeit. 17 Kilometer Aufstieg, mit durchschnittlich 6,6 Prozent Steigung. Ein happiges Finale, ehe auf dem Coll de la Rabassa in Andorra das Ziel erscheint. Der Erste bei der Bergankunft? Der Franzose Thibaut Pinot. Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft! Nach diesem Motto überlässt Vuelta-Leader Simon Yates (Gb) seinem Ausreisser-Kollegen grosszügig den Sieg. Es ist der Dank für die gute Zusammenarbeit am Schlussanstieg. Dritter wird der Holländer Steven Kruijswijk (mit 13 Sekunden Rückstand), der das Spitzenduo kurz vor dem letzten Kilometer ziehen lassen muss. Und wie siehts in der Gesamtwertung aus? Da vermag der auch in der 19. Etappe starke Yates seine Position an der Spitze weiter auszubauen. Er führt nun 1:38 Minuten vor dem Spanier Alejandro Valverde. Kruijswijk ist Dritter (1:58 Minuten zurück). Die Entscheidung um den Gesamtsieg fällt am Samstag – bei einem spektakulären Showdown in den Pyrenäen. Auf einer Strecke von lediglich 97,3 Kilometern stehen sechs Bergwertungen an, inklusive der Zielankunft auf dem Col de la Gallina (höchste Kategorie) in Andorra.

Gesamtwertung: 1. Simon Yates (GB) 76h 44' 41'', 2. Alejandro Valverde (Sp) +1'38'', 3. Steven Kruijswijk (Ho) +1'58''.

18. Etappe: Ejea de los Caballeros - Lleida (186,1 km)

Ausreisser sorgen für Überraschung

Diese Vuelta-Etappe ist gemacht für die Sprinter. Keine wirklichen Anstiege, viele flache Passagen. Bereits nach dem Start setzt sich aber ein Trio vom Feld ab. Die drei Ausreisser sind Jelle Wallays (BEL), Sven Erik Bystrom (NOR) und Jetse Bol (NLD). Der Vorsprung rund 80 Kilometer vor dem Ziel liegt bei fast zwei Minuten. Diese Situation zieht sich durch das ganze Rennen, nur der Abstand wird mit der Zeit kleiner. Einzig Jetse Bol fällt zehn Kilometer vor dem Ziel ab. Zwei Kilometer vor der Ziellinie hat das Duo einen Vorsprung von 20 Sekunden auf das Feld. Am Ende wird es ganz knapp, aber die Ausreisser schaffen es tatsächlich! Wallays gewinnt vor Bystrom. Dritter wird der Sprinter Peter Sagan (SLK), der vor dem Rennen als Topfavorit gehandelt wurde. 
Gesamtklassement: 1. Simon Yates (GB) 72h 02' 37'', 2. Alejandro Valverde (Sp) +25'', 3. Enric Mas (Sp) +1'22''.

17. Etappe: Getxo – Alto del Balcon de Bizkaia (157 km)

Woods jubelt im dicken Nebel

Was für ein Krimi beim Finish mit bis zu 27 Prozent Steigung nach Alto del Balcon de Bizkaia! 500 Meter vor dem Ziel greift der Belgier Dylan Teuns an, prompt attackiert auch Miguel Angel Lopez. Doch dann folgt 250 Meter vor Schluss der Konter von Michael Woods (EF Education First-Drapac). Der Kanadier setzt sich an die Spitze, lässt der Konkurrenz keine Chance mehr – und ballt kurz darauf die Faust. Woods lässt im dicken Nebel seinen Emotionen freien Lauf.  Es ist bislang sein grösster Erfolg. Teuns rollt als Zweiter über die Ziellinie, der Spanier David De la Cruz als Dritter. Der Brite Simon Yates (Mitchelton-Scott) verteidigt als 17. das Rote Trikot des Gesamtleaders erfolgreich.

Der Kanadier Michael Woods gewinnt nach dem steilen Schluss-Anstieg. (AFP)
Gesamtklassement: 1. Simon Yates (GB) 69h 05' 34'', 2. Alejandro Valverde (Sp) +25'', 3. Enric Mas (Sp) +1'22''.

16. Etappe: Santillana – Torrelavega (32km)

Dennis doppelt im Zeitfahren nach

Rohan Dennis ist im Kampf gegen die Uhr weiter die Nummer eins an der Spanien-Rundfahrt. Nach der Auftakt-Etappe in Malaga siegt der BMC-Fahrer auch beim zweiten Zeitfahren der diesjährigen Vuelta. Es ist sein sechster Saisonsieg in einem Einzelzeitfahren. Am zweitschnellsten absolvierten Joey Rosskopf und Jonathan Castroviejo die welligen 32 Kilometer der 16. Etappe nach Torrelavega. Beide verlieren aber satte 50 Sekunden auf den Australier Dennis. Im Kampf um den Gesamtsieg in der 73. Spanien-Rundfahrt vergrössert Simon Yates seinen Vorsprung leicht. Der Brite büsst eineinhalb Minuten auf Dennis ein, womit er um sieben Sekunden schneller ins Ziel kommt als Alejandro Valverde. Neu liegt er 33 Sekunden vor dem Spanier.

Dennis ist der Mann gegen die Uhr schlechthin (KEY)
 
Gesamtklassement: 1. Yates (GB) 64h 52' 58'', 2. Valverde (Sp) +33'', 3. Kruijswijk (Nld) +52''
15. Etappe: Ribera de Arriba – Lagos de Covadonga (178.2km)

Pinot gewinnt Berg-Krimi

Die Königsetappe ist spannender denn je. Die Gesamtführenden kommen gut durchs Feld. Der Brite Yates, der das Rote Trikot trägt, fährt mit Lopez, Valverde und Quintana um den Etappensieg. Die erwähnten Favoriten sind es auch, die die  Verfolgergruppe von Solist Ivan Garcia bilden. Mit dabei, der Franzose Thibaut Pinot. Nach dem Garcia eingeholt wird, ist es Pinot, der kurz vor Schluss aus der Gruppe ausreist und am Ende den Etappensieg mit 28 Sekunden Vorsprung feiert. Er gewinnt vor Lopez und dem Gesamtführenden Yates. In der Gesamtführung ändert sich nichts.

Der Franzose Thibaut Pinot gewinnt vor Lopez und Yates.
 

Gesamtklassement: Yates (Gb) 64h 13' 33''. 2. Valverde (Sp) +26''. Quintana (Col) +33''.

14. Etappe: Cistierna – Alto Les Praeres (171km)

Etappen-Sieg und Gesamtführung für Yates

Die 14. Etappe der Vuelta hat es in sich. Nach rund 60 km begeben sich die Fahrer in den ersten Anstieg des Tages. Danach ist es ein Auf und Ab. Besonders im letzten Abschnitt mit bis zu 17% Steigung müssen die Fahrer Kräfte mobilisieren. Die Favoriten fahren von Anfang an in der Spitzengruppe. Müssen sich am Schluss aber geschlagen geben. Vor den Bergspezialisten fährt der Gesamtführende Simon Yates ins Ziel. Lopez und Valverde folgen mit nur 2 Sekunden Rückstand auf Yates. Vuelta-Vorjahressieger Quintana muss sich in der Gesamtwertung mit Platz drei zufrieden geben. 

Simon Yates kommt vor Lopez und Valverde ins Ziel. (Getty Images)
 

Gesamtklassement: 1. Yates (Gb) 59h 11' 18''. 2. Valverde (Sp) +20''. Quintana (Col) +25''.

13. Etappe: Candas - La Camperona (174,8km)

Rodriguez gewinnt den Mega-Anstieg

Die 13. Etappe der Vuelta ist geprägt von den letzten 20km. Mit bis zu 20 Prozent Steigung geht es den Berg hinauf. Das Ziel liegt auf 1600 Meter über Meer. Am Ende des Rennens hat der Spanier Oscar Rodriguez noch die meiste Kraft in den Beinen. Er gewinnt den Mega-Anstieg und somit die 13. Etappe. Damit hätte wohl keiner gerechnet. Es ist der erste Etappensieg für den 23-jährigen Spanier. Er siegt vor dem Polen Rafal Majka und dem Belgier Dylan Teuns. Im Gesamtklassement bleibt der Spanier Herrada weiterhin vor dem Briten Yates an der Spitze. Der Kolumbianer Nairo Quintana ist neu auf Platz 3.
Aussenseiter Oscar Rodriguez gewinnt die 13. Etappe der Vuelta. (AFP)

Gesamtklassement: 1. Herrada (Sp) 54h 50' 19''. 2. Yates (Gb) +1' 42''. 3. Quintana (Col) +1' 50''.
 

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