Zwischen 1994 und 2004 gehörte Franco Cavegn (47) zu den konstantesten Schweizer Abfahrern – der Bündner donnerte im Weltcup 35 Mal in die Top 10. Weil Cavegn in seiner Laufbahn aber auch viele Rückschläge einstecken musste, will er jetzt mit einer Stiftung Talenten, die finanzielle Defizite haben, aus der Patsche helfen.

So wie im Fall der Schwyzer Ski-Hoffnung Raphaela Suter. Die 21-jährige Speed-Spezialistin wurde im letzten Frühling nach einer Knieverletzung aus dem Swiss Ski-Kader gestrichen. Damit sie ihren Traum von einer erfolgreichen Rennfahrer-Laufbahn weiterleben kann, übernimmt Cavegns Unic-Talent-Foundation die Kosten von Suters Gletscher-Training.

Die 21-Jährige Raphaela Suter ist eines seiner Talente.  (KEY)

«Im Prinzip kann sich jeder und jede mit einem aussergewöhnlichen Potenzial in der Kategorie Sport oder Kunst auf unserer Homepage bewerben. Ich prüfe danach die Unterlagen zusammen mit mehreren Experten», erklärt Cavegn.

Aber wie beschafft der ehemalige Weltklasse-Abfahrer die finanziellen Mittel für die hilfsbedürftigen Talente? «Zum einen suche ich Leute, die mir für jeden Kilometer, den ich mit den Ski oder dem Fahrrad zurücklege, einen Geldbetrag überweisen. Und letzte Woche konnten wir an einer Charity-Auktion in Bad Ragaz, bei der wir einige tolle Gaben von Carlo Janka und Nino Schurter versteigern konnten, über 20'000 Franken einnehmen.»

Cavegn will seinen Talenten aber nicht nur finanziell helfen. «Wir bieten auch Karriere-Coachings und Hilfe in Marketing-Fragen.»